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Indirekte Positionierung gegen China

Japan und Australien erneuern ihren Sicherheitspakt

Japan und Australien haben ein neues Sicherheitsabkommen unterzeichnet. Zwar wird China nicht konkret genannt, aber beide Länder planen insbesondere in den Bereichen Verteidigung und Spionage zu kooperieren.

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Beide Länder hatten erstmals 2007 eine gemeinsame Erklärung zur Sicherheitskooperation unterzeichnet, damals spielte China allerdings noch keine große Rolle, was sich mittlerweile geändert hat.

Sicherheitspakt soll ein starkes Signal senden

Der neue Sicherheitspakt baut auf einem Abkommen auf, das der japanische Premierminister Fumio Kishida im Januar mit dem damaligen australischen Premierminister Scott Morrison unterzeichnete und gemeinsame Militärübungen zwischen Japan und Australien ermöglichte.

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Es war das erste Abkommen seiner Art, das Japan mit einem anderen Land als den USA abgeschlossen hat. Japan gab am Samstag bekannt, dass die Selbstverteidigungsstreitkräfte im Rahmen des Abkommens zum ersten Mal gemeinsam mit dem australischen Militär trainieren wird.

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Zu dem neuen Sicherheitspakt sagte der amtierende australische Premierminister, Anthony Albanese: „Diese bahnbrechende Erklärung sendet ein starkes Signal an die Region für unsere strategische Ausrichtung.“

Kishida sagte, dass der neue Rahmen für die Zusammenarbeit in einem zunehmend schwierigeren strategischen Umfeld ausgearbeitet wurde. Damit spielte der japanische Premierminister auf die Situation im indopazifischen Raum an, in dem China versucht, seine Dominanz auszubauen.

Die Besorgnis über den wachsenden Einfluss Chinas in der Region, hat sich Anfang des Jahres verstärkt, als Peking einen Sicherheitspakt mit den Salomonen unterzeichnete. Dieser Pakt hat die Befürchtung aufkommen lassen, dass ein chinesischer Marinestützpunkt im Südpazifik weniger als 2.000 Kilometer vor Australiens Nordostküste errichtet werden könnte.

Japans Einschätzung der Sicherheitslage wurde zuletzt aus China kritisiert und als „Übertreibung“ bezeichnet.

Japan und Australien kooperieren bei der Energiesicherheit

Japan und Australien haben auch vereinbart, bei der Energiesicherheit zusammenzuarbeiten, die durch die russische Invasion in der Ukraine weltweit bedroht ist. Australien liefert den Großteil der japanischen Energie in Form von Flüssiggas und Kohle.

Kishida sagte, dass er und Albanese sich beide sehr für die nukleare Abrüstung einsetzen und die nukleare Bedrohung in der Ukraine ablehnen.

Beide Länder unterzeichneten außerdem eine Partnerschaft für kritische Mineralien, die die Lieferketten für japanische Hersteller stärken soll. Australien ist der weltweit größte Produzent von Lithium und Rutil und der zweitgrößte Produzent von Zirkon und Seltenen Erden.

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