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Einigkeit bei vielen Themen

Japan und Deutschland wollen die internationale Ordnung schützen

Die Außenminister Japans und Deutschlands haben am Montag vereinbart, dass ihre Länder zusammenarbeiten werden, um die auf Regeln basierende internationale Ordnung zu schützen, die durch Russlands Invasion der Ukraine bedroht ist.

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Gleichzeitig einigten sich beide Länder darauf, die Wirtschaftssanktionen gegen das osteuropäische Land aufrecht zuhalten.

Japan und Deutschland wollen Zusammenarbeit ausbauen

Die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock traf am Sonntag in Japan ein und besuchte Nagasaki, die zweite Stadt neben Hiroshima, die im August 1945 mit einer Atombombe angegriffen wurde. Dort traf sie sich mit dem Leiter einer Gruppe von Überlebenden.

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Bei ihren Gesprächen in Tokyo kamen Außenminister Yoshimasa Hayashi und seine deutsche Amtskollegin auch darin überein, dass die beiden Länder ihre Zusammenarbeit im Bereich der Verteidigung in der indopazifischen Region weiter ausbauen sollten.

„Wir müssen uns mit gleich gesinnten Nationen zusammentun, um gegen Russlands Einmarsch in der Ukraine vorzugehen, der die Grundlage der internationalen Ordnung untergräbt“, so Hayashi auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Baerbock nach dem Treffen.

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Das Gespräch folgte nur wenige Tage nach dem Außenministertreffen der G20-Staaten auf Bali, an der auch der russische Außenminister teilnahm.

Baerbock betonte, dass 19 Länder auf dem G-20-Treffen die Ansicht teilten, dass sie miteinander kooperieren und sich an gemeinsame Regeln halten müssten, um die globalen Herausforderungen zu bewältigen, aber ein Land schloss sich ihnen nicht an, und meinte damit Russland.

Japan und Deutschland werden laut Hayashi den Export ukrainischen Getreides unterstützen, da die Ukraine mit einer russischen Blockade der ukrainischen Schwarzmeerhäfen konfrontiert ist, die den Transport der Ernte in Gebiete wie den Nahen Osten und Afrika verhindert.

Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen

Darüber hinaus erklärte der japanische Außenminister, dass Japan und Deutschland ihre Zusammenarbeit bei der Bekämpfung einseitiger Versuche, den Status zu ändern, und wirtschaftlicher Nötigung in der indopazifischen Region verstärken werden.

Die beiden Außenminister bekräftigten auch ihre weitere Zusammenarbeit, da Japan im nächsten Jahr Gastgeber des G20-Gipfels in Hiroshima sein wird, einer Stadt im Westen des Landes, die durch einen Atombombenabwurf im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde.

Annalena Baerbock hat ihre Anteilnahme am Tod des ehemaligen Premierministers Shinzō Abe bekundet, der zwei Tage vor den Wahlen zum japanischen Abgeordnetenhaus auf einer Wahlkampftour im Westen des Landes einem Attentat zum Opfer fiel.

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