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Trump fordert deutlich mehr Geld

Japan und die USA beginnen Verhandlungen über die Kosten der US-Armee im Land

Japan und die USA haben am Donnerstag Verhandlungen über die Kostenfrage für die US-Armee im Land aufgenommen.

Beide Länder müssen über die Kostenbeteiligung Japans für die nächsten fünf Jahre neu verhandeln, da das derzeitige Abkommen im März 2021 auslaufen wird.

Japan hofft auf einen Einjahresvertrag mit den USA

Da in wenigen Wochen die US-Präsidentschaftswahlen stattfinden und Japans Entwurf des ursprünglichen Haushaltsplans für das Haushaltsjahr 2021 bis Ende Dezember abgeschlossen sein soll, strebt die japanische Regierung einen Einjahresvertrag an.

In jedem Fall erwarten Beobachter, dass die eigentlichen Verhandlungen nach den Präsidentschaftswahlen vom 3. November beginnen.

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Der amtierende republikanische Präsident Donald Trump, der in Meinungsumfragen hinter dem demokratischen Präsidentschaftskandidaten Joe Biden liegt, hat bei seinem Besuch in Tokyo 2019 auf eine deutliche Erhöhung seines Beitrags gedrängt.

Rund 54.000 amerikanische Soldaten sind auf der Grundlage eines jahrzehntelangen Sicherheitsvertrages in Japan stationiert und sollen für Stabilität in der Region sorgen. Für die USA ist die Armee in Japan wichtig, da sie als Abschreckung für China angesehen wird.

Die Truppen sind verpflichtet, Japan gemeinsam mit den Selbstverteidigungskräften des Landes vor Bedrohungen zu schützen. Im Gegenzug schultert Tokyo jährlich fast 200 Milliarden Yen der Kosten für Versorgungsleistungen, zivile Arbeitskosten und Ausgaben im Zusammenhang mit der Verlegung militärischer Übungen.

US-Präsident Trump fordert 8 Milliarden Dollar jährlich

Trump hat das Bündnis als einseitig kritisiert und im Juni 2019 gesagt: „Wenn Japan angegriffen wird, werden wir den Dritten Weltkrieg kämpfen… aber wenn wir angegriffen werden, muss Japan uns überhaupt nicht helfen. Sie können es auf einem Sony-Fernseher ansehen.“

Nach einem Buch von John Bolton, Trumps ehemaligem nationalen Sicherheitsberater, das Anfang dieses Jahres veröffentlicht wurde, hat der US-Präsident Japan aufgefordert, seinen Beitrag auf 8 Milliarden Dollar jährlich zu vervierfachen.

Dies entspräche weitgehend den US-Verhandlungen mit Südkorea, von denen Washington eine mehr als fünffache Erhöhung der Unterstützung gefordert hat. Auch die USA und Südkorea verhandeln das Abkommen zurzeit neu.

Angesichts steigender Sozialversicherungskosten und der schlechtesten Finanzlage unter den großen Volkswirtschaften hat Japan erklärt, dass es bereits einen angemessenen Betrag zahlt und hofft, den Beitrag so gering wie möglich halten zu können und setzt daher Hoffnung auf Biden als neuer US-Präsident.

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