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Die Premierminister Japans und Indiens lehnen den derzeitigen Krieg in der Ukraine gemeinsam ab

Japan und Indien lehnen gemeinsam den Krieg in der Ukraine ab

Sowohl der japanische Premierminister Fumio Kishida als auch sein indischer Amtskollege Narendra Modi haben am Samstag zusammen erklärt, dass sie den Krieg in der Ukraine ablehnen und ein sofortiges Ende fordern.

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Die beiden Politiker bekräftigten, dass der Krieg in der Ukraine ausschließlich mithilfe des Völkerrechts gelöst werden solle und könne.

Gemeinsame Pressekonferenz in Neu-Delhi

Der japanische Premierminister Fumio Kishida und sein indischer Amtskollege Narendra Modi nahmen nach Gesprächen am 19. März 2022 in Neu-Delhi an einer gemeinsamen Pressekonferenz teil.

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Japan versucht Indien, das traditionell sehr enge Beziehungen zu Russland unterhält, dazu zu bewegen, den russischen Krieg in der Ukraine zu verurteilen. Die EU, die USA und weitere Länder haben seit dem Kriegsausbruch am 24. Februar deutlich Stellung gegenüber Russland bezogen.

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In einer gemeinsamen Erklärung äußerten beide Politiker „ernsthafte Besorgnis über den anhaltenden Konflikt und die humanitäre Krise“ in der Ukraine und forderten eine „sofortige Einstellung der Gewalt“. Allerdings gab es dabei keinen direkten Bezug auf Russland.

Sorge um Atomanlagen in der Ukraine und die Situation im Indopazifik

Kishida und Modi forderten nach den russischen Angriffen auf die Atomkraftwerke in der Ukraine auch dazu auf, die Sicherheit von Atomanlagen in der ehemaligen Sowjetrepublik weiterhin zu gewährleisten.

Sorge besteht zudem, dass der Krieg in der Ukraine dazu führen könnte, dass China dem russischen Beispiel folgen und seine Politik im Indopazifik entsprechend ändern könnte.

Japan und Indien sind sich laut Kishida einig, gemeinsam gegen Versuche vorzugehen, den Status quo von Regionen im Ost- und Südchinesischen Meer einseitig mit Gewalt zu verändern.

Die beiden Staatsoberhäupter bekräftigten in diesem Zusammenhang auch noch einmal die Bedeutung der sogenannten Quad-Gruppierung, die aus Australien, Indien, Japan und den Vereinigten Staaten besteht. Sie verfolgen weiterhin die Idee eines freien und offenen Indopazifik.

Modi gab während der Pressekonferenz an, dass man die Partnerschaft mit Japan vertiefen will, um Frieden, Wohlstand und Stabilität in der indopazifischen Region zu fördern. Er betonte dabei, dass die Freundschaft auch für die ganze Welt von Bedeutung sei.

Im Mai will Kishida dazu wahrscheinlich zu einem gemeinsamen Gipfel aller beteiligten Parteien einladen. Kishidas Zwei-Nationen-Tournee geht noch bis Montag und er wird unter anderem noch Kambodscha besuchen. Dies ist erst die zweite Auslandsreise des seit Oktober letzten Jahres amtierenden Premierministers.

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