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Japan und Südkorea kündigen erste Gespräche über Exportkontrollen an

Erste Gespräche über Exportbeschränkungen

Japan und Südkorea werden am 16. Dezember über die von Japan verhängten Exportbeschränkungen gegen Südkorea sprechen, kündigte der Minister für Industrie, Wirtschaft und Handel am Donnerstag an.

Die in Tokyo stattfindenden Gespräche werden die ersten ihrer Art sein, nachdem Japan im Juli die Kontrollmaßnahmen ergriffen hat, was zu einer weiteren Verschlechterung der Beziehungen geführt hat, die bereits über die Frage der Entschädigung für Kriegsarbeit angespannt waren.

Südkorea muss seine Exportkontrollen verbessern

Der Minister schlug vor, dass Japan die strengeren Exportkontrollen überprüfen könne, wenn Südkorea ihr Exportmanagementsystem verbessert, und fügte hinzu, dass die Exportkontrollen in Südkorea unzureichend seien.

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„Ich hoffe, dass wir durch den Dialog die Zusammenarbeit bei der Nichtverbreitung von Massenvernichtungswaffen verstärken können“, so der Minister gegenüber Reportern.

Japan hat strengere Vorschriften für den Export einiger Materialien nach Südkorea erlassen, die zur Herstellung von Halbleitern und Displays verwendet werden.

Die japanische Regierung hat Südkorea auch von einer Whitelist vertrauenswürdiger Handelspartner gestrichen und gesagt, Seoul habe nicht genug getan, um sicherzustellen, dass Waren, die für militärische Zwecke genutzt werden könnten, nicht in andere Länder geschmuggelt werden.

Fehlender Dialog einer der Gründe für den Vertrauensverlust

Die beiden Länder einigten sich am Mittwoch in einem Vorbereitungstreffen in Wien auf den Termin für die Generaldirektorgespräche. Das japanische Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie hatte das Fehlen eines politischen Dialogs als einen der Gründe für den Vertrauensverlust gegenüber Südkorea angeführt.

Südkorea hat unterdessen die Aufhebung der verschärften Exportkontrollen gefordert und sie als Vergeltungsmaßnahme für Urteile des obersten Gerichts bezeichnet, in denen japanische Unternehmen aufgefordert wurden, Menschen zu entschädigen, die in der Zeit von 1910 bis 1945 Opfer von Zwangsarbeit waren, als die koreanische Halbinsel unter japanischer Kolonialherrschaft stand.

TJT

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