Anzeige
HomeNachrichten aus JapanPolitikJapan und Südkorea nähern sich weiter an

Schnelle Einigung versprochen

Japan und Südkorea nähern sich weiter an

Japan und Südkorea gehen einen weiteren Schritt aufeinander zu, am Montag haben sich die Außenminister beider Länder darauf geeinigt, ihre Gespräche über eine schnelle Lösung bei der Frage einer Entschädigung von Zwangsarbeitern fortzusetzen.

Anzeige

Beide Außenminister sprachen in New York am Rand der jährlichen UN-Generalversammlung. Japans Außenminister Yoshimasa Hayashi sagte, dass er und sein südkoreanischer Amtskollege Park Jin Gespräche auf Arbeitsebene zu diesem Thema begrüßten.

Noch keine Zusagen zum Treffen zwischen Fumio Kishida und Yoon Suk Yeol

Bezüglich eines möglichen Gipfeltreffens zwischen dem japanischen Premierminister Fumio Kishida und dem südkoreanischen Präsidenten Yoon Suk Yeol, wenn beide in New York sind, sagte Hayashi: „Es ist noch nichts entschieden“, wobei Hayashi sich allerdings nicht dazu äußerte, ob das Thema bei den Gesprächen angesprochen wurde.

LESEN SIE AUCH:  Menschen in Japan und Südkorea stehen sich wieder positiver gegenüber

Seoul teilte mit, dass die beiden Staatsoberhäupter für Dienstag oder Mittwoch ein Treffen in der US-Stadt anberaumt hätten.

Das Treffen der Außenminister fand zu einem Zeitpunkt statt, an dem Südkorea prüft, wie es mit der gerichtlichen Anordnung zur Liquidierung von Vermögenswerten im Land umgehen soll, die von zwei japanischen Unternehmen beschlagnahmt wurden, die wegen Zwangsarbeit während der japanischen Kolonialherrschaft auf der koreanischen Halbinsel zwischen 1910 und 1945 verurteilt worden waren.

Anzeige

Die Unternehmen sind den Entschädigungsanordnungen des südkoreanischen Gerichts nicht nachgekommen, da die japanische Regierung argumentiert, dass alle Ansprüche aus der Kolonialzeit, einschließlich der Entschädigung für zur Arbeit gezwungene Koreaner, im Rahmen eines 1965 unterzeichneten Abkommens vollständig und endgültig geregelt wurden.

Südkorea hatte im Juli ein Gremium eingerichtet, das dabei helfen soll, die Liquidierung japanischer Unternehmensvermögen zu verhindern, um eine weitere Verschlechterung der Beziehungen zu vermeiden.

Südkorea will Beziehungen zu Japan verbessern

Der neue südkoreanische Präsident, der im März die Wahl gewann, versprach, die Beziehungen zu Japan zu verbessern, die während der Amtszeit seines Vorgängers auf den tiefsten Stand seit Jahren gesunken ist.

Im Juni trafen sich Kishida und Yoon in Madrid zum ersten Mal persönlich als Staatsoberhäupter ihrer jeweiligen Länder und nahmen an einem Treffen der Nordatlantikvertrags-Organisation als asiatisch-pazifische Partner teil. Sie sprachen jedoch nur kurz am Rande des Treffens.

Anzeige
Anzeige