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HomeNewsPolitikJapan und Südkorea sind sich weiterhin uneinig in vielen Fragen

Beide Seiten äußerten viel Kritik

Japan und Südkorea sind sich weiterhin uneinig in vielen Fragen

Die Außenminister von Japan und Südkorea trafen sich am 5. Mai in London nach mehr als einem Jahr zu Gesprächen.

Japans Außenminister Toshimitsu Motegi und sein südkoreanischer Amtskollege Chung Eui-yong, trafen sich am Rande des G7-Treffens in der britischen Hauptstadt.

Das Treffen bestand allerdings zum größtenteils darin, die Positionen zu historischen Themen wieder aufzuwärmen, von denen weder Japan noch Südkorea gewillt ist, abzuweichen.

Japan mit viel Kritik an den Nachbarn

Dazu gehörte auch das Thema der „Trostfrauen“, die vor und während des Zweiten Weltkriegs gezwungen worden sind, mit japanischen Militärangehörigen zu schlafen. Beide Seiten sprachen über die Gerichtsurteile, die japanische Unternehmen dazu zwingt, Entschädigungen an ehemalige Zwangsarbeiter zu zahlen.

Ein Sprecher des japanischen Außenministeriums sagte, dass das Treffen, dass das Erste seit 2020 war, etwa 20 Minuten gedauert hatte.

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Motegi sprach ein Urteil des Zentralen Bezirksgerichts von Seoul vom Januar an, das die japanische Regierung zur Zahlung von Entschädigungen an ehemalige Trostfrauen verurteilt und bat seinen südkoreanischen Kollegen, die entsprechenden Maßnahmen zu ergreifen, damit die Forderung fallen gelassen wird.

Der japanische Außenminister sagte auch, dass Bestrebungen zum Verkauf von Vermögenswerten von japanischen Unternehmen in Südkorea, die zur Zahlung von Entschädigungen an ehemalige Zwangsarbeiter verurteilt wurden, um jeden Preis vermieden werden müssen. Er forderte Seoul auf, so schnell wie möglich Maßnahmen zur Lösung des Problems zu präsentieren, die für Tokyo akzeptabel wären.

Südkorea kritisierte besonders Freigabe des kontaminierten Wassers aus Fukushima

Nach Angaben des südkoreanischen Außenministeriums sagte Chung zu Motegi, dass die historischen Fragen erst dann gelöst werden könnten, wenn Japan ein korrektes Verständnis der vergangenen Geschichte zwischen den beiden Nationen habe.

Chung sprach sich auch gegen die jüngste Entscheidung der japanischen Regierung aus, aufbereitetes Wasser, das auf dem Gelände des Atomkraftwerks Fukushima Nr. 1 gelagert wird, ins Meer zu leiten.

Außerdem forderte der Außenminister, dass Japan die Angelegenheit sorgfältig behandeln solle, weil die Freigabe des kontaminierten Wassers die Möglichkeit hat, als latente Bedrohung für die Gesundheit und Sicherheit der südkoreanischen Öffentlichkeit sowie der Umwelt gesehen zu werden.

Das Land hatte bereits angekündigt, eine Klage gegen die Freisetzung des Wassers vor dem internationalen Seegerichtshof zu prüfen.

Die einzige Übereinstimmung zwischen den beiden Außenministern bestand in der Notwendigkeit, die Bemühungen, um eine verbesserte Kommunikation zwischen Japan und Südkorea, um die Beziehungen wieder auf ein solides Niveau zu bringen.

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