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Weiterer Schritt aufeinander zu

Japan und Südkorea vereinbaren, Problem der Zwangsarbeit zu lösen

Die Außenminister Japans und Südkoreas haben sich am Montag darauf geeinigt, eine schnelle Lösung für den Streit um die Entschädigungsforderungen der ehemaligen südkoreanischen Zwangsarbeiter zu finden.

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Japans Außenminister Yoshimasa Hayashi und sein südkoreanischer Amtskollege Park Jin erzielten die Vereinbarung bei einem Treffen in Tokyo. Das erste offizielle Treffen zwischen ihnen seit dem Amtsantritt des südkoreanischen Präsidenten Yoon Suk Yeol am 10. Mai.

Lösung, um Liquidation von Vermögenswerten japanischer Unternehmen zu verhindern

Trotz der weiteren Annäherung zwischen Japan und Südkorea ist der Graben zwischen den beiden Ländern allerdings noch groß und es wird Zeit benötigen, bis alle Punkte des Streits beigelegt sind.

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Bei dem Treffen sagte Park zu Hayashi, dass er sich bemühen wird, eine wünschenswerte Lösung zu finden, bevor die Vermögenswerte japanischer Unternehmen in Südkorea liquidiert werden.

Hayashi betonte die Notwendigkeit, dass die beiden Nachbarn die noch offenen Fragen angehen, einschließlich des Streits über ehemalige Zwangsarbeiter von der koreanischen Halbinsel.

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Für Japan sind alle Fragen zur Kolonialherrschaft auf der koreanischen Halbinsel zwischen 1910 und 1945, einschließlich der Frage zur Entschädigung von Zwangsarbeitern und Trostfrauen, im Rahmen eines Ankommens, das 1965 unterzeichnet wurde, geklärt.

„Es ist notwendig, die Beziehungen zwischen Japan und Südkorea auf der Grundlage der Freundschaft und Zusammenarbeit, die beide Länder seit der Normalisierung unserer diplomatischen Beziehungen im Jahr 1965 aufgebaut haben, weiterzuentwickeln“, so Hayashi gegenüber Park.

Südkoreanische Gerichte hatten die Vermögenswerte von zwei japanischen Unternehmen im Land beschlagnahmt und ihre Liquidierung angeordnet, um ehemalige Zwangsarbeiter zu entschädigen.

Die japanische Regierung hatte daraufhin gewarnt, dass dieser Schritt ernsthafte Folgen für die Beziehungen der beiden Nachbarn haben wird.

Eine endgültige Entscheidung über die Liquidation wird im August oder September erwartet.

Um eine schnelle Lösung zu erreichen, hat die südkoreanische Regierung Anfang des Monats ein öffentlich-privates Gremium aus Beamten und Experten eingerichtet.

Südkorea soll Abkommen über Trostfrauen anerkennen

Die Frage der Koreanerinnen, die als Trostfrauen in Japans Militärbordellen arbeiten mussten, wurde bei dem Treffen, das etwa zweieinhalb Stunden dauerte, ebenfalls besprochen.

Im Jahr 2015 hatten Japan und Südkorea eine Vereinbarung getroffen, um das Problem der Trostfrauen endgültig und zu lösen. Doch die Regierung von Yoons Vorgänger Moon Jae In kündigte die Vereinbarung praktisch auf.

Hayashi bekräftigte den Standpunkt der japanischen Regierung, dass das Problem bereits gelöst sei und Seoul sich an die Vereinbarung von 2015 halten solle.

Nach Angaben des südkoreanischen Außenministeriums bestätigten Park und Hayashi, dass die beiden Regierungen die Gespräche über die anstehenden Fragen beschleunigen werden.

Die beiden Minister tauschten sich zudem darüber aus, wie die Beziehungen entwickelt werden können.

Hayashi und Park vereinbarten außerdem, die Zusammenarbeit mit den USA in Bezug auf Nordkoreas Raketen- und Atomwaffenprogramme zu verstärken.

Über ein Treffen zwischen dem südkoreanischen Präsidenten und dem japanischen Premierminister wurde allerdings nicht gesprochen.

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