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2022 könnte die Summe allerdings deutlich steigen

Japan und USA einigen sich weitgehend über die Kosten für die US-Truppen

Japan und die USA haben sich weitgehend über die Kostenübernahme für die stationierten US-Truppen geeinigt.

Laut Quellen aus der japanischen Regierung wird Japan etwa 200 Milliarden Yen im Geschäftsjahr 2021 zahlen, etwa so viel wie im vergangenen Jahr. Die endgültige Einigung soll bald folgen. Gespräche über die Kostenübernahme für das Geschäftsjahr 2022 sollen im April beginnen. Der aktuell gültige Vertrag, der fünf Jahre Gültigkeit hatte, wird im nächsten Monat auslaufen.

Kosten für Japan etwa auf dem Niveau des Vorjahres

Japan hatte ursprünglich 201,7 Mrd. Yen für das Geschäftsjahr 2021 vorgesehen, was ungefähr dem Betrag des Vorjahres entspricht.

Gespräche über ein neues Abkommen begannen im November unter dem ehemaligen Präsidenten Donald Trump, der das Bündnis als einseitig kritisiert hatte.

Mehr zum Thema:  Vergewaltigungsopfer fordert von Japan, mehr gegen US-Militärverbrechen zu unternehmen

Trump hatte Tokyo unter Druck gesetzt, einen deutlich größeren Anteil der Kosten für die US-Truppen zu übernehmen, aber die Gespräche wurden abgebrochen und große Hoffnung in die neue Regierung von Joe Biden gelegt.

Japans Außenminister Toshimitsu Motegi erläuterte in seinem ersten Telefongespräch mit US-Außenminister Antony Blinken Ende Januar Japans Idee einer vorläufigen Verlängerung. Der Plan wurde von Tokyo während der Gespräche  vorgeschlagen, die am 2. Februar wieder aufgenommen wurden und zum ersten Mal unter Biden stattfanden.

2022 könnte Japan einen größeren Teil der Kosten übernehmen müssen

In den Gesprächen über die Kostenteilung ab dem Jahr 2022 werden Japan und die USA ihre gegenseitige Rolle bei der Stärkung des Bündnisses erörtern, auch in neuen Verteidigungsbereichen wie dem Weltraum und der Cybersicherheit.

Beobachter gehen allerdings davon aus, dass die Biden-Regierung, die sich darauf konzentriert, mit Verbündeten zusammenzuarbeiten, um Chinas militärischem Aufstieg entgegenzuwirken, Japan bitten wird, einen größeren finanziellen Beitrag zu leisten.

Die Verhandlungen über die Kostenübernahme werden etwa alle fünf Jahre geführt und in der Regel im Dezember des letzten Jahres des Abkommens abgeschlossen, sodass sie zeitlich mit der Erstellung des japanischen Haushaltsplans zusammenfallen.

Aber die letzte Runde wurde durch den Übergang von Trump zu Biden und der Coronavirus-Pandemie, die die gegenseitigen Reisen der Verhandlungspartner einschränkte, verlangsamt.

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