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Strafen für illegalen Download deutlich verschärft

Japan verschärft sein Urheberrecht

Der japanische Landtag verabschiedete am Freitag das überarbeite Gesetz gegen Online-Piraterie und verschärft damit das Urheberrecht deutlich.

Nach der Revision ist das illegale Herunterladen von Manga, Magazinen, akademischen Texten, Musik und Videos verboten.

Überarbeitetes Urheberrecht tritt am 1. Januar 2021 in Kraft

Die Gesetzesrevision wird am 1. Januar 2021 in Kraft treten. Ein Verbot von Webseiten, die illegale Links bereitstellen, wird bereits am 1. Oktober in Kraft treten. Damit ist der Betrieb dieser Webseiten in Japan illegal.

Die japanische Regierung hatte bereits einige Zeit versucht, das Urheberrecht zu verschärfen, da man eine steigende Anzahl von Webseiten, die illegal Anime und Manga bereitstellten, verzeichnet. Insbesondere die Webseite Mangamura, die monatlich über 100 Millionen Zugriffe verzeichnete, soll der Branche einen Verlust von mehr als 300 Milliarden Yen gebracht haben.

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Im ersten Versuch, dass Urheberrecht in Japan zu verschärfen, meldeten sich Kritiker zu Wort, die befürchteten, dass mit den Vorschlägen die Meinungsfreiheit beeinträchtigt wird. In der nun beschlossenen Revision gibt es daher Ausnahmen für geringfügige Straftaten und Sonderfälle.

Laut dem Ministerium für kulturelle Angelegenheiten gehören zu diesen Ausnahmen das Herunterladen von nur wenigen Frames eines Manga und einige Seiten aus einem Roman. Eine weitere Ausnahme sind Parodien oder abgeleitete Werke, sowie Screenshots.

Gefängnis oder hohes Bußgeld für das illegale Herunterladen

Für das illegale Herunterladen können Strafen von bis zu zwei Jahren Gefängnis oder ein Bußgeld bis zu 2 Millionen Yen verhängt werden. Bis zum letzten November gab es mehr als 500 Piraterie-Websites mit Manga- und Fotobüchern, die sich an japanische Zuschauer richteten. Die 10 bekanntesten Webseiten erzielten monatlich rund 65 Millionen Zugriffe. Sieben von ihnen lieferten laut dem Publisher PR Center Download-Links.

Da viele dieser Webseiten im Ausland gehostet sind, ist es allerdings schwer rechtlich etwas dagegen zu unternehmen. Maßnahmen, um solche Webseiten in Japan zu sperren, sind schwierig umzusetzen, da man dafür die Zugriffsdaten der User benötigt und dies die Privatsphäre der Kommunikation gefährden kann.

„Es gibt eine Grenze für das, was Japan allein tun kann. Internationale Koordination und Zusammenarbeit bei Ermittlungen sind unabdingbar“, sagte ein Sprecher der Regierung.

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