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Verstärkte Präsenz in den Gewässern rund um Japan

Japan verstärkt seine Zusammenarbeit mit Europa

Japan verstärkt die Zusammenarbeit mit Europa, um Chinas zunehmend aggressiverer Politik entgegenzuwirken und auf einen freien und offenen indopazifischen Raum hinzuarbeiten.

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Eine französische Fregatte ist seit Februar in den Gewässern rund um Japan unterwegs und beobachtet nordkoreanische Schiffe, die heimlich Fracht auf See an Bord nehmen. Der Einsatz beruht zwar auf Sanktionen des UN-Sicherheitsrates, doch sind die Mitgliedsstaaten nicht verpflichtet, solche Aktivitäten durchzuführen.

Japan begrüßt das wachsende Interesse der EU

Auf einer Pressekonferenz am 2. März sagte Japans Außenminister Toshimitsu Motegi, er begrüße die Patrouillen- und Überwachungsaktivitäten, die Frankreich jetzt in den Gewässern nahe Japan durchführt.

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Auch Deutschland hat beschlossen, noch in diesem Jahr eine eigene Fregatte in den indopazifischen Raum zu entsenden.

„Die Schritte sind Ausdruck des zunehmenden Interesses Europas an der indopazifischen Region“, heißt es aus der japanischen Regierung dazu.

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Weil es territoriale Besitztümer im Pazifik hat, hat Frankreich 2018 eine politische Richtlinie zum indopazifischen Raum erarbeitet. Die Niederlande und Deutschland folgten im Jahr 2020.

Die EU hat ebenfalls mit Diskussionen zur Erstellung einer eigenen Richtlinie begonnen und Motegi war im Januar der erste japanische Außenminister, der zu einer Sitzung des EU-Außenministerrats eingeladen wurde, um an den Diskussionen teilzunehmen.

Misstrauen in Europa gegenüber China nimmt zu

Während dieser Videokonferenz sagte Motegi: „Es gibt Herausforderungen für die nationale Sicherheit und die Demokratie in der indopazifischen Region.“

Japanische Diplomaten haben auf internationalen Konferenzen jede Gelegenheit genutzt, um darauf hinzuweisen, dass das, was im Ostchinesischen und Südchinesischen Meer passiere, nicht einfach eine isolierte regionale Angelegenheit sei, sondern eine Bedrohung für die Rechtsstaatlichkeit aller Nationen darstelle, heißt es aus dem Außenministerium.

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Der wachsende Wettbewerb zwischen den Vereinigten Staaten und China hat in den letzten Jahren zu einem wachsenden Misstrauen in Europa gegenüber China in Bezug auf die nationale Sicherheit und fortschrittliche Technologie geführt.

Das Misstrauen wurde durch verschiedene Menschenrechtsverstöße, wie das strengere Sicherheitsgesetz für Hongkong deutlich verstärkt.

Ein Knackpunkt mit Japan ist jedoch die Bedeutung, die viele europäische Nationen den Menschenrechten beimessen. Diese Position könnte dazu führen, dass europäische Länder Japan auffordern, eine stärkere Haltung gegen Menschenrechtsverletzungen durch China einzunehmen.

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