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Energiesicherheit gewährleisten

Japan verstößt mit der Beteilung an Sachalin nicht gegen die Sanktionen gegen Russland

Japan hat nicht vor, sich aus zwei Energieprojekten vor der russischen Insel Sachalin zurückzuziehen. Das Land sieht darin auch keinen Widerspruch zu den Sanktionen, die gegen Russland wegen der Invasion der Ukraine verhängt wurden.

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Der stellvertretende Kabinettschef Seiji Kihara sagte in einem TV-Interview: „Wenn wir unsere Anteile aufgeben und Russland sie bekommt, könnten die Energieimporte für Japan auf langer Sicht teurer werden.“

Sachalin ist für die Energiesicherheit Japans von großer Bedeutung

Wenn Japans Anteile an den Öl- und Flüssiggasprojekten Sachalin 1 und 2 von anderen Ländern erworben werden, besteht die Möglichkeit, dass Länder, die keine Sanktionen gegen Russland verhängen, davon profitieren.

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Gemeinsam mit anderen großen Industrieländern hat Premierminister Fumio Kishida kürzlich erklärt, dass Japan russische Öleinfuhren grundsätzlich verbieten werde, dies soll allerdings schrittweise passieren.

Kishida wies jedoch darauf hin, dass die Projekte auf Sachalin, nördlich des japanischen Archipels, für die Energiesicherheit von großer Bedeutung sind.

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Auf die Frage, ob es wahrscheinlich sei, dass Japan seine Sanktionen gegen Russland verschärfe, indem es die LNG-Importe aus dem rohstoffreichen Land auslaufen lasse oder verbiete, sagte Kihara, die Regierung werde darüber nachdenken wie man damit umgeht, wenn es notwendig wird.

Industrieminister Koichi Hagiuda hat jedoch angedeutet, dass es für Japan und die europäischen Länder eine Herausforderung wäre, die russischen LNG-Importe in naher Zukunft zu verbieten, wenn keine alternativen Lieferanten gefunden werden können.

G-7-Staaten wollen weitere Sanktionen verhängen

Im Jahr 2021 machten die russischen Exporte über 40 Prozent des in der Europäischen Union verbrauchten LNG aus, während das ressourcenarme Japan etwa 9 Prozent seiner gesamten LNG-Importe aus Russland bezog.

Die Außenminister der G-7-Staaten gaben am Samstag eine Erklärung ab, in der sie sich bereit erklärten, angesichts des seit fast drei Monaten andauernden Krieges gegen die Ukraine weitere Sanktionen gegen Russland zu verhängen.

„Wir bekräftigen unsere Entschlossenheit, den wirtschaftlichen und politischen Druck auf Russland weiter zu erhöhen, indem wir weiterhin geschlossen handeln“, erklärten die Minister nach einem Treffen in Norddeutschland.

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