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Auswirkungen auf die Wirtschaft sollen gebremst werden

Japan versucht mit Subventionen die Kraftstoffpreise zu senken

Japan wird zum ersten Mal mit Subventionen für die Ölindustrie versuchen, die Kraftstoffpreise zu senken. Laut Industrieminister Koichi Hagiuda will man eine Senkung noch in dieser Woche erreichen.

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Der landesweite Durchschnittspreis für Benzin lag am Montag in Japan bei 170,2 Yen (ca. 1,32 Euro) pro Liter, der höchste Stand seit über 13 Jahren. Der Preis hat damit einen Schwellenwert überschritten, der laut eines Programms, das im November auf den Weg gebracht wurde, ein Eingreifen der Regierung erforderlich macht.

Subventionen sollen Belastung der Wirtschaft senken

Ab Donnerstag werden Subventionen in Höhe von 3,4 Yen pro Liter an 29 Ölgroßhändler und Importeure gezahlt, um einen weiteren Preisanstieg zu verhindern, der zunehmend die Wirtschaft belastet, was sich wiederum in steigenden Lebenshaltungskosten widerspiegelt.

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„Ich erwarte, dass dieses Programm den Anstieg der Großhandelspreise dämpfen und weitere starke Preiserhöhungen in jeder Region verhindern wird“, so Hagiuda auf einer Pressekonferenz.

Die Subventionen werden bis Ende März gelten und die Höhe entsprechend der Entwicklung der Einzelhandelspreise für Benzin regelmäßig überprüft.

Pandemie nur ein Grund für den Preisanstieg

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Grund für den Preisanstieg ist die Pandemie und Versorgungsprobleme in den ölproduzierenden Ländern sowie die wachsenden militärischen Spannungen in der Ukraine.

Die japanische Ölindustrie macht die Steuern für die hohen Kraftstoffpreise des Landes verantwortlich. Nach Angaben des Finanzministeriums machen die Steuern mehr als 50 Prozent des Einzelhandelspreises pro Liter Benzin aus, bevor ab dem zweiten Quartal 2020 eine 10-prozentige Verbrauchssteuer erhoben wird.

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