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Scharfe Verurteilung gefordert

Japan verurteilt Belarus für die erzwungene Landung eines Ryanair-Flugzeugs

Nach der von Belarus erzwungenen Landung eines Flugzeugs von Rynair, mit dem Ziel einen Regierungskritiker festzunehmen, äußerte sich Japans oberster Regierungssprecher zu dem Vorfall und sagte, dass das Land für den Eingriff in die zivile Luftfahrt bestraft werden sollte.

„Wir sind immer noch dabei zu bestätigen, was passiert ist“, so Kabinettschef Katsunobu Kato auf einer Pressekonferenz. „Wenn Belarus einen Passagier an Bord des Flugzeugs aus einem Grund festgenommen haben, der nicht mit dem Betrieb oder der Landeanweisung des Flugzeugs zusammenhängt, sollten sie unserer Meinung nach scharf verurteilt werden.“

Belarus zwang Flugzeug mit angeblicher Bombenwarnung zur Landung

Das Flugzeug von Ryanair wurde auf dem Weg von Athen nach Vilnius von einem belarussischen Militärflugzeug abgefangen und zur Landung in Minsk gezwungen, unter dem Vorwand, dass sich eine Bombe an Bord befinden soll.

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An Bord befand sich allerdings auch der Blogger und Journalisten Roman Protasewitsch, der kurz nach der Landung festgenommen wurde. Protasewitsch ist einer der Gründer von Nexta, einer regierungskritischen Webseite, die im vergangenen Jahr Filmmaterial von den Protesten gegen den belarussischen Diktator Alexander Lukaschenko veröffentlicht hatte.

Der Journalist wurde deswegen zur Fahndung ausgeschrieben und flüchtete zunächst nach Polen und hielt sich zuletzt in Litauen auf.

Europäische Union und NATO fordern sofortige Untersuchung

Auch die Europäische Union verurteilte die Aktion scharf, die sie Entführung nannte, und drohte mit Sanktionen. Zusammen mit der NATO forderte die EU eine sofortige Untersuchung des Vorfalls. Aus den USA kam ebenfalls scharfe Kritik.

Die internationale Zivilluftfahrt-Organisation sagte, sie sei  besorgt über die offensichtliche erzwungene Landung eines Ryanair-Fluges und seiner Passagiere, die einen Verstoß gegen das Abkommen von Chicago darstellt und das Abkommen über die internationale Zivilluftfahrt verletze.

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