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Proteste vor Russland Botschaft in Tokyo

Japan verurteilt russischen Angriff auf die Ukraine

Japans Premierminister Fumio Kishida hat den russischen Angriff auf die Ukraine auf das Schärfste verurteilt und angekündigt, dass sein Land eng mit den USA und anderen Ländern zusammenarbeiten werde.

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„Der russische Angriff erschüttert das Fundament der internationalen Ordnung, die niemals eine einseitige Veränderung des Status quo mit Gewalt duldet und wir verurteilen Russland aufs Schärfste“, so Kishida.

Russischer Botschaft streitet Invasion ab

Außenminister Yoshimasa Hayashi bestellte den russischen Botschafter in Japan, Michail Galuzin, ein und forderte Russland auf, die Invasion in der Ukraine sofort zu beenden und die Truppen abzuziehen. Laut Galuzin gab es allerdings keine Invasion.

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Russland hat am Donnerstag damit begonnen in die Ukraine einzumarschieren. Laut Angaben des ukrainischen Grenzschutzes drangen Bodentruppen aus mehreren Richtungen in das Land ein, unter anderem auch von Belarus aus. In den ersten Stunden des Angriffs sollen bereits mehr als 40 ukrainische Soldaten und mehr als zehn Zivilist*innen getötet wurden sein.

Präsident Wolodymyr Selenskyj hat mittlerweile die Bevölkerung des Landes zur Verteidigung gegen die russischen Streitkräfte aufgerufen.

Sanktionen gegen Russland

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Japan hatte als Reaktion auf die anhaltenden Drohgebärden Russlands, am Mittwoch Sanktionen gegen Russland angekündigt und sich damit mehreren westlichen Ländern angeschlossen.

Das Land befindet sich allerdings mit Russland in einem Territorialstreit über eine Inselgruppe vor Hokkaido, was die Regierung in eine schwierige Lage versetzt, keine harten Sanktionen verhängen zu können.

Zu den am Mittwoch angekündigten Sanktionen gehören die Aussetzung der Visaerteilung für Beamte aus Donezk und Luhansk, das Einfrieren ihrer Vermögenswerte und ein Verbot von Exporten in und Importen aus der Region Donbass.

Demonstrationen vor der Botschaft in Japan

Vor der russischen Botschaft in Japan haben sich am Donnerstag viele ukrainische Einwohner Japans zu einer Protestkundgebung getroffen, um gegen die Invasion der Ukraine zu protestieren.

Sie verurteilten Russlands jüngste militärische Aufrüstung entlang der Grenze und skandierten unisono: „Lasst uns die Ukraine schützen!“ Die Demonstranten schwenkten die Nationalflagge ihres Landes und hielten Plakate mit der Aufschrift „Kein Krieg“ oder „STOP Putin“ hoch.

Zudem forderten die Menschen eine harte Reaktion seitens Japans.

Nach Angaben des Justizministeriums lebten im Dezember 2020 1.865 Ukrainer in Japan.

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