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Weiterhin keine Sanktionen

Japan verurteilt tödliche Übergriffe auf Demonstranten in Myanmar

Weiterhin setzten sich Demonstranten in Myanmar gegen den Militärputsch im vergangenen Monat zu Wehr. Das Militär greift mittlerweile immer härter durch und immer mehr Menschen werden getötet.

Alleine am Sonntag wurden mindestens 18 Demonstranten erschossen und mehr als 30 Menschen sind verschwunden. Das Militär hat laut des UN-Menschenrechtsbüros damit begonnen, mit scharfer Munition in die Menschenmenge zu schießen.

Gewalt gegen Demonstranten ist inakzeptabel

Japans Kabinettschef Katsunobu Kato verurteilte am Montag die tödlichen Übergriffe und sagte: „Die Anwendung von Gewalt gegen friedliche Demonstranten ist inakzeptabel, und wir fordern die Sicherheitskräfte Myanmars nachdrücklich auf, die Gewalt gegen die Zivilbevölkerung sofort einzustellen.“

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Das Militär in Myanmar übernahm die Macht und verhängte am 1. Februar den einjährigen Ausnahmezustand. Die Staatsrätin Aung San Suu Kyi, Präsident Win Myint und andere Mitglieder der regierenden National League for Democracy wurden festgenommen.

Der Putsch folgte auf einen erdrutschartigen Sieg der NLD in den allgemeinen Wahlen im November, deren Ergebnis das Militär als gefälscht bezeichnet.

Mittlerweile hat das Militär die Vorwürfe gegen Suu Kyi ausgeweitet, darunter die Anstiftung zum Aufruhr.

Weiterhin keine Sanktionen gegen Myanmar

Bezüglich der Frage, ob Japan wegen des Militärputsches Sanktionen gegen Myanmar verhängen wird, einschließlich der Zurückhaltung finanzieller Hilfe, sagte Kato, dass die japanische  Regierung die Situation genau beobachtet und ihre Optionen erwägt.

Japan, einer der wichtigsten Geldgeber, hat anders als einige andere Länder noch keine Sanktionen gegen das Land verhängt, hatte aber angekündigt, alle laufenden Hilfsprojekte zu stoppen.

Direkt nach dem Militärputsch hatte Japan bereits die Freilassung der inhaftierten Politiker gefordert.

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