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Japan verweigert Visa für Diplomaten aus Myanmar

Kyodo: Japan verweigert zwei Diplomaten aus Myanmar, die von der Militärjunta des Landes ernannt wurden, Visa auszustellen.

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Wenn Japan ein Visum ausstellen würde, wäre dies eine Anerkennung des Militärputsches durch den die gewählte Regierung des Landes unter Aung San Suu Kyi gestürzt wurde.

Diplomaten werden nicht anerkannt

Myanmars Militärjunta hat Japan um die Ausstellung von Visa für die beiden Diplomaten gebeten. Als Antwort hieß es allerdings nur, dass man den Antrag in Erwägung zieht, ein Ausstellungsverfahren wurde allerdings nicht eingeleitet.

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Die beiden Diplomaten sollen die eigentlichen Vertreter des Landes in Tokyo ersetzen, allerdings erkennt Japan weiterhin ihren Diplomatenstatus an.

In einer Mittelung vom 15. März teilte die Botschaft Myanmars dem japanischen Außenministerium mit, dass die Militärjunta den beiden Vertretern den Diplomatenstatus und die Pässe entzogen hatte und forderte Japan auf, ihnen nicht zu erlauben, ihre Pässe zu benutzen.

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Zudem erkennt die japanische Regierung das Militär als legitimes Regierungsorgan in Myanmar nicht an.

Japan vorsichtig im Umgang mit Myanmar

Zu Beginn des Monats drückte der japanische Außenminister Toshimitsu Motegi seine volle Unterstützung für die Entscheidung der Association of Southeast Asian Nations aus, einen Sonderbeauftragten für Myanmar zu ernennen, um die dortige Krise zu lösen.

ASEAN und Japan haben zusammen mit anderen Ländern die sofortige Freilassung von Suu Kyi, anderen Mitgliedern der ehemaligen Regierungspartei, der nationalen Liga für Demokratie, sowie anderen Inhaftierten gefordert.

Trotzdem ist die japanische Regierung vorsichtig Sanktionen zu verhängen, was zum Teil darin begründet ist, dass das Land enge wirtschaftliche Beziehungen zu Myanmar hält.

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