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Absage an den "Clean Network"-Plan der USA

Japan will chinesische Firmen vom Ausbau der Telekommunikationsnetze nicht ausschließen

Japan will chinesische Firmen nicht vom Ausbau seiner Telekommunikationsnetze ausschließen, was eine deutliche Abfuhr für die USA bedeutet, die den Firmen Spionage vorwirft und seit Längerem versucht, andere Länder zu beeinflussen.

Laut eines Berichts des Yomiuri Shinbun wird Tokyo zwar mit den Vereinigten Staaten kooperieren, allerdings eigene Schritte unternehmen, um bei Bedenken in Fragen der Sicherheit zu reagieren.

Japan wird sich dem Plan der USA erst einmal nicht anschließen

Das US-Außenministerium veröffentlichte im August eine Aktualisierung eines Plans mit der Bezeichnung „Sauberes Netz“, in dem gefordert wird, dass Telekommunikationsunternehmen, Anbieter von Cloud-Diensten und mobile Anwendungen chinesischer Herkunft von den Vereinigten Staaten ferngehalten werden sollen.

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Die Vereinigten Staaten drängen Verbündete dazu, Huawei aus Sicherheitsgründen von 5G-Mobilfunknetzen der nächsten Generation auszuschließen. US-Außenminister Mike Pompeo erwähnte den „Clean Network“-Plan, als er Anfang des Monats in Tokyo mit Außenminister Toshimitsu Motegi zusammentraf, heißt es im Bericht.

Japan teilte den Vereinigten Staaten mit, dass Tokyo sich nicht an einen Plan beteiligen könne, der eine bestimmte Nation ausschließt, aber die Regierung werde es sich noch einmal überlegen, wenn es eine Änderung des gegenwärtigen US-Plans geben werde, hieß es in dem Bericht.

Japan wird eigene Schritte unternehmen

Kabinettschef Katsunobu Kato reagierte auf den Yomiuri-Bericht mit den Worten, er habe verstanden, dass es während des Treffens zwischen Pompeo und Motegi keinen Meinungsaustausch über den „Sauberen Netzwerk“-Plan gegeben habe und dass die USA gerade erst ihre allgemeinen Cybersicherheitsbemühungen erläutert hätten.

„Unsere Nation will die Zusammenarbeit mit den USA auf dem Gebiet der Cybersicherheit weiter verstärken“, so Kato am Freitag während einer Pressekonferenz. Japan werde auch Schritte unternehmen, um die Sicherheit im Bereich der Cybersicherheit zu gewährleisten, indem das Land die Risiken in der Lieferkette bei der Beschaffung von Informations- und Kommunikationsausrüstung verringert.

Im April 2019 kündigten NTT Docomo Inc., KDDI Corp., SoftBank Group Corp. und Rakuten Mobile Inc. bereits an, dass sie keine Geräte von chinesischen Firmen für den Ausbau der 5G-Netze in Japan einsetzen wollen.

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