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HomeNachrichten aus JapanPolitikJapan will, dass 35 Prozent der Parlamentskandidaten weiblich sind

Ziel soll bis 2025 erreicht werden

Japan will, dass 35 Prozent der Parlamentskandidaten weiblich sind

Japan tut sich vor allem immer noch in der Politik bei der Gleichberechtigung der Frau schwer. Nur wenige Frauen sind deswegen in der Politik zu finden, was die Regierung ändern will, da sich Abgeordnete einen größeren Anteil an weiblichen Kollegen wünschen. Aus diesem Grund soll es nun eine Frauenquote für Parlamentskandidaten geben.

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Ein Beamter des Regierungskabinetts bestätigt, dass Japan bis 2025 eine Frauenquote bei den Parlamentskandidaten von 35 Prozent anstrebt. Sie hoffen damit ein konkretes Ziel bei der Geschlechtsgleichberechtigung in der Politik zu setzen.

Mehr weibliche Parlamentskandidaten und Führungskräfte

Allgemein wird an einem neuen Plan zur Verbesserung der Gleichberechtigung gearbeitet, den das Kabinett von Premierminister Yoshihide Suga im Dezember genehmigen will. Unter anderem wurden dabei wohl verschiedene Ziele für Frauen als Beamte und Abgeordnete gesetzt. Ebenfalls wurde sich mit Frauen in Führungspositionen von privaten Unternehmen sowie in anderen Bereichen befasst.

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Schon 2013 hatte sich die japanische Regierung eigentlich eine Frauenquote zum Ziel gesetzt. Bis 2020 sollten 30 Prozent aller Führungspositionen von Frauen belegt sein. Das Ziel wurde allerdings nicht erreicht und nun auch aufgegeben.

Japan hängt bei der Gleichberechtigung hinterher

Die Idee wird deswegen durchaus begrüßt, da Japan in dem Bereich bei der Gleichstellung international noch ziemlich hinterher hängt, wobei es vor allem bei den Parlamentskandidaten auffällt. 2017 waren gerade Mal 17,8 Prozent der Kandidaten für das Unterhaus Frauen. Bei den Wahlen fürs Oberhaus 2019 lag die Zahl schon bei 28,1 Prozent.

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Die Genfer Interparlamentarischen Union gab zuletzt im Oktober an, dass von 465 Abgeordneten 46 in Japans Unterhaus Frauen sind. Damit landete Japan auf Platz 167 von 190 bei der Frauenvertretung in der Politik. Auch in den anderen Ecken sieht es dabei nicht gut aus.

Bei den Kommunalwahlen waren so nur 16 Prozent der Kandidaten weiblich. Es soll deswegen wohl auch eine Quote von 35 Prozent geben, wobei diese sich allerdings nur auf Kandidaten für lokale Versammlungen bezieht. Eine Frauenquote wird allgemein jedoch kritisch betrachtet, da bereits bei ähnlichen Versuchen sich nicht alle um eine Umsetzung bemühten und auch teilweise gar nicht ausreichend Frauen vorhanden waren, die Interesse an der Politik hatten.

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