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Preisanstieg soll verhindert werden

Japan will die Preise für Weizen stabil halten

Die japanische Regierung plant, die aktuellen Preise für importierten Weizen stabil zu halten und nicht zu erhöhen, um den Preisanstieg der Rohstoffkosten zu bekämpfen.

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Es ist das erste Mal seit Oktober 2008, dass die japanische Regierung so eine Maßnahme ergreift, um den Preis zu stabilisieren.

Preis für Weizen bereits ein paar Mal in Japan gestiegen

Premierminister Fumio Kishida plant am 15. August bei einer Regierungssitzung zu Warenpreisen und Löhnen die Anweisung zu erteilen, den Preis für Weizen auf dem gleichen Niveau zu halten.

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Dieser Schritt erfolgt, da in Regierungskreisen die Befürchtung immer größer wird, dass eine weitere Preiserhöhung auf großen Widerstand treffen konnte, da die Menschen bereits unter gestiegenen Preisen zu leiden haben.

Die Hersteller von Weichweizenmehl haben die Preise seit Juli 2021 in Japan mehr als einmal angehoben.

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Die japanische Regierung sichert sich den Weizen durch geplante Ankäufe und verkauft ihn an Mühlen und andere Unternehmen. Sie legt den Weiterverkaufspreis jedes Jahr für einen Zeitraum von sechs Monaten fest, den ersten ab April und den zweiten ab Oktober, und stützt sich dabei auf die letzten Einkaufspreise sowie auf andere Faktoren.

Im April erhöhte die Regierung den Preis um 17,3 Prozent gegenüber dem vorangegangenen Zeitraum von Oktober bis März und erzielte damit den zweithöchsten Wiederverkaufspreis, seit die Regierung im Haushaltsjahr 2007 begann, die Kosten an die Marktkräfte zu koppeln.

Kishida hatte im Juni versprochen, auf Maßnahmen zur Dämpfung des Verkaufspreises zurückzugreifen, falls die Kosten für importiertes Getreide weiterhin extrem hoch bleiben sollten.

Ohne staatliches Eingreifen könnten die Wiederverkaufspreise für importierten Weizen ab Oktober um rund 20 Prozent steigen, so Experten.

Im Jahr 2008 beschränkte die Regierung den Anstieg des Verkaufspreises auf 10 Prozent und nicht auf die erwarteten 23 Prozent.

Deutlicher Anstieg der Lebensmittelpreise erwartet

Die Beibehaltung des Verkaufspreises bedeutet, dass der japanischen Regierung weniger Mittel für den nächsten Kauf von Getreide zur Verfügung stehen, da sie nicht damit rechnen kann, zwischen Oktober und März einen Gewinn aus dem Weiterverkauf zu erzielen.

Der Fehlbetrag müsste dann durch öffentliche Mittel ausgeglichen werden.

Japan erwartet in den nächsten Monaten einen deutlichen Anstieg der Lebensmittelpreise, da die Produzenten durch den schwache Yen und die steigenden Rohstoffkosten Mehrkosten nicht mehr zurückhalten können.

Laut dem Kreditforschungsunternehmen Teokoku Databank planen die Produzenten, die Preise für mehr als 10.000 Produkte anzuheben.

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