Stats

Anzeige
Home News Politik Japan will einen weiteren Ausnahmezustand unbedingt vermeiden

Infektionszahlen steigen überall im Land an

Japan will einen weiteren Ausnahmezustand unbedingt vermeiden

Die Corona-Infektionen steigen in einigen Teilen von Japan sehr schnell wieder an und haben in einige Gebieten bereits den Stand von vor dem letzten Ausnahmezustand erreicht.

Die japanische Regierung will einen dritten Ausnahmezustand allerdings unbedingt vermeiden, auch wenn die Infektionen in mehreren Gebieten, in denen die Olympischen Spiele stattfinden werden, ansteigen.

Japan versucht es mit einem „Pre-Ausnahmezustand“

Japan hat am Donnerstag zum ersten Mal mehrere Präfekturen in einen „Pre-Ausnahmezustand“ versetzt. Dieser gibt den betroffenen Präfekturen die Möglichkeit, Maßnahmen zu ergreifen und diese auch rechtlich durchzusetzen.

Wird das allerdings nicht helfen, könnte die Regierung keine andere Wahl haben und müsste erneut den Ausnahmezustand ausrufen. Allerdings stößt die Maßnahme bei immer mehr Unternehmen und Menschen im Land auf Kritik.

LESEN SIE AUCH:  Corona-Infektionen nehmen in Japan wieder deutlich zu

Gesundheitsexperten gehen davon aus, dass der Anstieg der Infektionen in Osaka und Hyogo, in denen der Ausnahmezustand bereits Ende Februar ausgesetzt wurde, der Vorbote für Tokyo sein könnte, wo der Ausnahmezustand erst vor wenigen Tagen aufgehoben wurde.

Seit Tokyo und seine drei Nachbarpräfekturen am 21. März als letzte Präfekturen den zweiten Ausnahmezustand des Landes verlassen haben, ist die Zahl der neuen Infektionsfälle in der Region im Aufwärtstrend. Tokyo meldete am Donnerstag 475 Infektionen – die höchste Zahl seit Aufhebung des Ausnahmezustands.

Neuwahlen, oder nicht?

„Während des einmonatigen „Pre-Ausnahmezustands“ wird die japanische Regierung jede Ausbreitung der Infektion im Keim ersticken“, betonte Kabinettschef Katsunobu Kato am Donnerstag auf einer Pressekonferenz.

Sollte zudem die öffentliche Unterstützung für Sugas Kabinett aufgrund der steigenden Infektionszahlen sinken, müsste er möglicherweise seine Strategie überdenken, einschließlich der Frage, ob er das Repräsentantenhaus für eine vorgezogene Wahl auflösen sollte.

Eine Neuwahl des Unterhauses muss bis zum Herbst abgehalten werden, wenn die Amtszeit der derzeitigen Mitglieder ausläuft.

Anzeige
Anzeige