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HomeNachrichten aus JapanPolitikJapan will Impfstoff von Pfizer/Biontech im Februar in Japan zulassen

Beschleunigte Zulassung angekündigt

Japan will Impfstoff von Pfizer/Biontech im Februar in Japan zulassen

Japans Gesundheitsminister Norihisa Tamura sagte gegenüber den japanischen Medien, dass der Corona-Impfstoff von Pfizer/Biontech Mitte Februar zugelassen werden soll.

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Der Impfstoff soll in einem beschleunigten Verfahren geprüft werden, um eine schnelle Zulassung zu garantieren.

Beschleunigtes Zulassungsverfahren für Impfstoff in Japan

Erst diese Woche sagte der japanische Premierminister Yoshihide Suga, dass das Impfprogramm in Japan Ende Februar starten soll und Impfzentren vorbereitet werden.

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Für die Zulassung in Japan wurden bereits Daten aus anderen Ländern untersucht, während die Informationen aus den Studien von Pfizer in Japan noch vor Ende dieses Monats eintreffen und analysiert werden sollen, um eine endgültige Entscheidung zu treffen, so der Gesundheitsminister.

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Japan wird mit der Impfung etwa zwei Monate später beginnen als einige westliche Länder, weil dort zusätzliche Studien an Japanern durchgeführt werden müssen. Die Impfstoffe werden kostenlos zur Verfügung gestellt und medizinisches Personal hat oberste Priorität, gefolgt von älteren Menschen. Suga hatte gesagt, dass er unter den Ersten sein wird, die den Impfstoff erhalten.

Die Regierung hat einen Vertrag über 120 Millionen Dosen des Impfstoffs von Pfizer/Biontech abgeschlossen, genug für 60 Millionen der 126 Millionen Einwohner des Landes. Die beiden Firmen sind bisher die einzigen, die eine Notfallzulassung für ihren Impfstoff in Japan beantragt haben, aber das Land hat auch Verträge mit Moderna Inc., AstraZeneca PLC und Novavax Inc.

Lieferengpässe für Pfizer/Biontech Impfstoff zu erwarten

Mittlerweile hatte Biontech angegeben, dass sie die Produktion drosseln werden, um ihre Produktionsstraße auszubauen. Dies dürfte auch in Japan zu einer Lieferverzögerung führen.

„Klinische Studien in Japan mit dem Moderna-Impfstoff werden ab Ende Januar durchgeführt, die zweite Dosis soll Anfang März verabreicht werden und einen Monat später werden Blutproben in die USA geschickt“, sagte Tamura. „Der Moderna-Impfstoff könnte von dem beschleunigten Verfahren profitieren, wobei der Antrag angenommen wird, bevor die Daten der japanischen Studie eingereicht werden.“

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Auf die Frage nach dem Plan Großbritanniens, mehr Menschen mit Einzeldosen zu impfen, bevor sie eine zweite Dosis verabreicht bekommen, sagte Tamura, dass Japan nicht daran denke, diesem Beispiel zu folgen, aber die Ergebnisse beobachten werde. Eine von der Zeitung Yomiuri im Dezember durchgeführte Umfrage ergab, dass 84 Prozent der Befragten geimpft werden wollten, aber nur 15 Prozent wollten ihre Dosis sofort erhalten. Die restlichen 69 Prozent gaben an, dass sie es nicht eilig hätten und lieber abwarten wollen.

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