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HomeNachrichten aus JapanPolitikJapan will Konsequenzen für Lehrkräfte, die wegen Missbrauch verurteilt wurden, verschärfen

10-jähriges Beurfsverbot

Japan will Konsequenzen für Lehrkräfte, die wegen Missbrauch verurteilt wurden, verschärfen

Eine Arbeitsgruppe des japanischen Ministeriums für Gesundheit, Arbeit und Soziales hat empfohlen, dass Lehrkräfte, die wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt wurden, für 10 Jahre nicht mehr in ihrem Job arbeiten dürfen.

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Speziell geht es in dieser Forderung um Kindergärtner:innen und Lehrer:innen, die wegen sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen verurteilt wurden.

Lehrkräfte sollen härtere Konsequenzen spüren

Auf einer Sitzung der Arbeitsgruppe wurde eine Überarbeitung des Kinderschutzgesetzes vorgeschlagen, um die Konsequenzen für Lehrkräfte zu verschärfen, die sich in der Vergangenheit an Kindern vergangenen haben. Bereits im Mai wurden die Gesetze verschärft.

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Das Ministerium plant, die Vorschläge aufzunehmen und eine Gesetzesrevision auf der ordentlichen Landtagssitzung im nächsten Jahr vorzulegen.

Kindergärtnerinnen, die wegen Sexualdelikten an Kindern zu Haftstrafen verurteilt wurden, dürfen sich derzeit zwei Jahre lang nicht bei Präfekturverwaltungen für die Arbeit in Kindergärten registrieren lassen.

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Zudem ist geplant, Personen, die wegen Straftaten gegen Kinder zu einer Geldstrafe verurteilt wurden, drei Jahre lang von einer erneuten Registrierung auszuschließen.

Kindergärtnerinnen, die obszöne Handlungen an Kindern begehen, könnten nach Angaben des Ministeriums auch dann abgemeldet werden, wenn sie nicht strafrechtlich verurteilt werden.

Japanische Regierung plant Datenbank für Kindergärten und Schulen

Das Ministerium wird auch in Erwägung ziehen, von Kindergärtnerinnen, die wegen obszöner Handlungen aus dem Register gestrichen wurden, zu verlangen, dass sie von den Regierungsausschüssen der Präfekturen überprüft werden, wenn sie wieder registriert werden wollen.

Die japanische Regierung kündigte vor einiger Zeit an, eine zentrale Datenbank einzurichten, damit Kindergärten und Schulen vor einer Einstellung den Hintergrund der Lehrkräfte überprüfen können.

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Auch für Babysitter:innen ist so eine landesweite Datenbank geplant, um Eltern die Möglichkeit zu geben, sich vorab zu informieren.

Aktuell findet kaum ein Datenabgleich zwischen den Präfekturen statt, was es für verurteilte Lehrkräfte leicht macht, sich in einer anderen Präfektur zu bewerben.

Im Jahr 2019 wurden 273 Lehrer an öffentlichen Schulen in ganz Japan wegen sexuellem Fehlverhalten diszipliniert.

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