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Ein umstrittener Plan

Japan will Ölreserven zur Stabilisierung der Preise freigeben

Japan will seine Ölreserven zur Stabilisierung der Preise freigeben, damit folgt das asiatische Land den USA und weiteren Ländern, um die Rohölpreise in den Griff zu bekommen.

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Japans Premierminister Fumio Kishida sagte auf einer Pressekonferenz, wie er den Preisanstieg durch die steigenden Rohölpreise in den Griff bekommen will, dass die Regierung im Moment erwäge, was sie tun könne, darunter auch die Freigabe der Reserven.

Freigabe der Ölreserven ist umstritten

Der Plan, die Ölreserven freizugeben, stößt allerdings innerhalb der japanischen Regierung auf Kritik, da einige Politiker überzeugt sind, dass die Reserven eher bei Versorgungsengpässen freigegeben werden sollten.

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Japan hat bisher seine Reserven noch nie freigegeben, um auf steigende Preise zu reagieren. Frühere Entscheidungen wurden immer als Reaktion auf Versorgungsengpässe nach Naturkatastrophen getroffen.

Das Land verfügt über zwei verschiedene Arten von Ölreserven, staatliche und Reserven, die von Unternehmen gehalten werden.

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Als Mitglied der Internationalen Energieagentur ist Japan verpflichtet, Ölreserven in Höhe von 90 Tagen der Nettoeinfuhren des Vorjahres zu halten, während die Menge der privaten Notvorräte mehr als 70 Tage seines Ölverbrauchs im Vorjahr betragen sollte.

Subventionen sollten Preise stabilisieren

Ende September verfügte Japan über Reserven für 242 Tage des Inlandsverbrauchs, einschließlich gemeinsamer Vorräte mit ölproduzierenden Ländern.

Die japanische Regierung verabschiedete am Freitag ein Konjunkturpaket mit einem Umfang von 55,7 Billionen Yen (ca. 433 Milliarden Euro), das auch ein Subventionsprogramm für Ölgroßhändler beinhaltet, um die Preise zu stabilisieren, wenn die Preise 170 Yen (ca. 1,31 Euro) pro Liter übersteigen.

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