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Weitreichende Folgen für Amazon, Google und Co.

Japan will Online-Werbung per Gesetz regulieren

Japan will Online-Werbung im Rahmen des im Februar in Kraft getretenen Gesetzes, das große IT Unternehmen zu mehr Transparenz verpflichtet, regulieren.

Das Land will damit für Fairness in einem Markt sorgen, in dem kleinere Anbieter oft keine Chancen gegen große Tech-Giganten haben.

Regulierung der Online-Werbung, um Benachteiligung vorzubeugen

In einem Bericht des Digital Market Competition Council der japanischen Regierung sollten IT-Giganten wie Google, Amazon und Co. ein System einführen, dass eine Bewertung der Effektivität von Online-Werbung durch Dritte ermöglicht und über Informationen wie falsche Abrechnungen, offenlegen.

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Japan versucht seit einiger Zeit Branchenriesen wie Apple, Amazon usw. zu regulieren, da verschiedene Studien zeigen, dass diese Unternehmen ihre Marktdominanz ausnutzen.

Die Unternehmen sind dafür bekannt, dass sie großflächig Online-Werbung verkaufen, da diese auch eine wichtige Einnahmequelle darstellen.

In einigen Fällen stehen Werbetreibende abrupten Änderungen der Geschäftsbedingungen gegenüber und müssen höhere Gebühren zahlen, die auf überhöhte Klicks auf Anzeigen basieren.

Datenschutz soll gestärkt werden

Neben dem Schutz kleinerer Werbetreibenden gibt es auch Bedenken bezüglich des Datenschutzes von Verbrauchern, da die Firmen versuchen, personalisierte Werbung auszuliefern. Daher drängt der Abschlussbericht des Gremiums auch darauf, dass die Tech-Giganten offenlegen, welche Art von persönlichen Informationen sie erhalten und wie sie diese verwenden.

Obwohl die japanische Regierung Bedingungen festlegen wird, um zu bestimmen, welche Unternehmen der Regulierung unterliegen, gehören die US-Unternehmen Google LLC und Facebook Inc. zu denen, die wahrscheinlich einbezogen werden, so ein Regierungsvertreter.

„Die Regierung wird Fairness sicherstellen und die Transparenz für eine gesunde Entwicklung des digitalen Werbemarktes verbessern“, sagte der leitende Kabinettssekretär Katsunobu Kato bei der Sitzung des Gremiums am Dienstag.

Amazon, Google und Apple betroffen

Die Gesetzgebung zur Transparenz und Fairness in Bezug auf bestimmte digitale Plattformen, das bereits verabschiedet wurde, betrifft Betreiber von E-Commerce-Websites mit einem Umsatz von insgesamt mehr als 300 Milliarden Yen (ca. 2.293 Milliarden Euro) innerhalb Japans sowie Anbieter von Apps, deren Warenwert im Inland 200 Milliarden Yen.

Amazon, Google und Apple sowie Rakuten Group Inc. und Yahoo Japan Corp. fallen unter die Verordnung.

Nach dem Gesetz sind diese Unternehmen verpflichtet, ihre Kunden im Voraus über Vertragsänderungen zu informieren und dem Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie jährlich Berichte über ihre Geschäftspraktiken vorzulegen.

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