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Trotz steigender Infektionszahlen

Japan will Reisesubventionierung bis Juni 2021 verlängern

Zwar steht die Reisesubventionierung „Go To Travel“ in Japan in der Kritik, da sich der Coronavirus wieder ausbreitet. Das hält die japanische Regierung aber nicht davon ab, das Programm zu verlängern.

Wie mehrere japanische Medien einstimmig berichten, will die japanische Regierung die Subvention bis Juni 2021 verlängern, um die von der Pandemie hart getroffene Tourismusbranche zu unterstützen.

Reisesubventionierung wird nach und nach gesenkt

Die Reisesubventionierung soll allerdings nach und nach gesenkt werden, bevor sie eingestellt wird.

Die regierende Liberaldemokratische Partei und ihr Koalitionspartner Komeito hatten eigentlich geplant, das Programm bis zum Ende der Feiertage der Goldenen Woche Anfang Mai zu verlängern.

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Es gab allerdings die Befürchtung, dass wenn die Kampagne genau nach der Ferienwoche beendet werden würde, die Nachfrage nach Reisen sofort einbricht. Daher wurde entschieden, die Kampagne bis Juni weiter laufen zu lassen.

Japans Premierminister Yoshihide Suga sagte auf einem Treffen zum Thema Tourismus, die Regierung werde das Programm auf der Grundlage der Infektionssituation und der Nachfrage nach Reisen verlängern.

Finanzierung über drittes Konjunkturpaket

Die Verlängerung wird mit dem dritten Konjunkturpaket, an dem gerade gearbeitet wird und das noch in diesem Monat verabschiedet werden soll, finanziert.

Die Reisesubventionierung startete Ende Juli und deckt etwa die Hälfte der Reisekosten von Inlandsreisen ab. Laut der japanischen Tourismusbehörde sind seit dem 1. Oktober Gutscheine für Reisen im Wert von insgesamt 57,1 Milliarden Yen durch das Programm verteilt worden.

Bei Unternehmen in der Tourismusbranche werden vom Staat 35 Prozent der Reisekosten gezahlt, die Obergrenze liegt bei 14.000 Yen pro Person und Nacht. Die restlichen 15 Prozent der Reisekosten werden als Gutscheine ausgegeben.

Erste Städte von der Kampagne ausgeschlossen

Da sich das Coronavirus in Japan allerdings wieder ausbreitet, sind Reisen in die Städte Sapporo und Osaka von dem Programm ausgeschlossen. Die Einwohner wurden gebeten, von Reisen aktuell abzusehen.

Auch die Stadtverwaltung von Tokyo forderte Menschen, die gesundheitliche Probleme haben oder älter als 65 Jahre sind, auf, von Reisen in oder aus Japans Hauptstadt abzusehen.

Tourismusminister Kazuyoshi Akaba sagte am Donnerstag, dass Menschen, die einem höheren Risiko ernsthafter Symptome ausgesetzt sind, ihre Reservierungen für subventionierte Reisen ohne Zahlung von Stornierungsgebühren stornieren können, vorausgesetzt, sie stornieren vor dem 13. Dezember.

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