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Situation spitzt sich zu

Japan will Staatsangehörige aus der Ukraine evakuieren

Japan will seine Staatsangehörige aus der Ukraine evakuieren, da eine russische Invasion befürchtet wird. Die japanische Regierung zieht damit mit den USA gleich, die bereits eine Evakuierung für die Familienangehörigen ihrer Botschaftsvertreter angeordnet hat. Auch andere Länder haben bereits eine Empfehlung ausgesprochen.

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Japans Außenministerium warnt zudem vor Reisen in das Land, egal zu welchem Zweck, und weitete die Warnstufe 3 auf das gesamte Land aus. Deutschland hat Angehörigen von Botschaftsmitarbeitern die Ausreise freigestellt, die Botschaft selbst soll aber arbeitsfähig bleiben.

Japan verfolgt Situation in der Ukraine aufmerksam

Nach Angaben des Ministeriums leben aktuell etwa 250 japanische Staatsangehörige in der Ukraine. Kabinettschef Hirokazu Matsuno sagte, die Regierung habe die japanischen Einwohner in der Ukraine daran erinnert, sich auf unvorhergesehene Umstände vorzubereiten.

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„Wir werden die Entwicklung der Lage weiterhin aufmerksam verfolgen und in enger Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten und anderen Ländern, die mit uns in Verbindung stehen, umgehend die notwendigen Maßnahmen ergreifen“, sagte Matsuno auf einer Pressekonferenz.

Die Spannungen entlang der ukrainischen Grenze haben weiter zugenommen, nachdem Russland ca. 100.000 Soldaten dorthin verlegt hat. Gespräche zwischen den westlichen Staaten und Moskau haben bisher keine Fortschritte gemacht.

Kein Einlenken seitens Russlands

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Auch Deutschland neue Außenministerin Annalena Baerbock hatte bereits versucht, Russland zum Einlenken zu bewegen. Andere Länder, darunter England, warnten Russland bereits vor einem Angriff.

Die NATO ist mittlerweile dabei, ihre Militärpräsenz in Osteuropa zu verstärken und erklärte, dass eine Reihe von Mitgliedstaaten zusätzlich Kampfflugzeuge und Marineschiffe in die Ostsee und osteuropäische Länder wie Litauen, Rumänien und Bulgarien entsenden.

Politische Machtspiele gepaart mit einem viel zu großem Ego

Grund für den Konflikt sind insbesondere wirtschaftliche Interessen und Gebietsansprüche. Bis 1991 war die Ukraine eins von 15 Sowjetrepubliken. Seit der Auflösung der Sowjetunion gehören bereits einige dieser Republiken der EU und der NATO an. Die Ukraine allerdings noch nicht, sie strebt allerdings ebenfalls einen Beitritt an.

Russland sieht darin eine Bedrohung, primär durch den Beitritt zur NATO und fordert das Militärbündnis auf, keine weiteren östlichen Staaten aufzunehmen und auf militärische Handlungen auf dem Gebiet der Ukraine zu unterlassen.

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