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HomeNachrichten aus JapanPolitikJapan will Verwendung von Namen-Stempel während der Corona-Pandemie prüfen

Möglicherweise kann auf sie vorerst verzichtet werden

Japan will Verwendung von Namen-Stempel während der Corona-Pandemie prüfen

Japan trägt sich mit dem Gedanken, den seit längeren bestehenden verwaltungsmäßigen Gebrauch von Siegel-Stempeln zu überprüfen. Normalerweise sind offizielle Dokumente nur mit einem Stempel gültig. Seit Samstag berät die Regierung, ob von dieser Regelung abgerückt werden kann.

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Premierminister Shinzo Abe wird die entsprechenden Ministerien anweisen, die Gesetze auf der Sitzung des Rates für Wirtschafts- und Finanzpolitik am Montag prüfen zu lassen. Die aktuelle Einführung des Homeoffice steht im Widerspruch zu den bestehenden Siegel-Regeln, denn die Mitarbeiter müssten trotzdem ins Büro um Dokumente zu siegeln, bevor sie verschickt werden.

Siegel-Stempel sind bis heute Pflicht

Die Mitglieder des Regierungsrates werden eine ähnliche Regelung auch für den Privatsektor diskutieren. Die meisten der in Japan umgesetzten Maßnahmen zur Ankurbelung der Wirtschaft erfordern „Hanko“-Stempel auf den Dokumenten, um diese Hilfen zu beantragen, was ebenfalls einen größeren Aufwand für die Menschen bedeutet. In Japan sind „Hanko“-Stempel für die Unterzeichnung von Verträgen, Geschäftstransaktionen und Verwaltungsverfahren weit verbreitet und vorgeschrieben.

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Der Rat soll auch eine andere verwaltungstechnische Vorgabe überprüfen, die von den Bewohnern verlangt, sich persönlich an eine Regionalverwaltung zu wenden, um selbst eine Dienstleistung zu beantragen. Dieses Verfahren, dass ein direktes persönliches Treffen verschreibt, steht im krassen Gegensatz zum aktuellen Appell zu Hause zu bleiben.

Auch für private Verträge sollen die Regelungen geändert werden

Am 10. April ergab eine Umfrage, dass etwa 60 Prozent der Mitarbeiter japanischer Firmen in Tokyo und sechs anderen Präfekturen immer noch in ihre Büros pendeln, obwohl für diese Gebiete zur Eindämmung der Corona-Pandemie der Ausnahmezustand ausgerufen wurde.

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Schon bald rief die Regierung den Ausnahmezustand für das ganze Land aus, um die Pandemie einzudämmen. Die Kontakte der Menschen reduzierten sich nach dieser Ansage um etwa 80 Prozent. Bis zum Samstag wurden in Japan mehr als 13.9000 Corona-Fälle bestätigt. 373 Menschen starben in Folge einer COVID-19 Erkrankung.

Kyodo

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