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Ablassen ins Meer weiterhin wahrscheinlich

Japan wird Abwasser aus Fukushima Daiichi ins Meer ablassen

Die japanische Regierung hat beschlossen, das Abwasser aus dem Atomkraftwerk Fukushima Daiichi ins Meer abzulassen.

Ein Regierungsgremium hatte im vergangenen Jahr vorgeschlagen, dass Wasser ins Meer zu leiten, da es kein Risiko für Mensch und Umwelt gibt. Die Fischer der Region hatten allerdings starke Kritik geäußert, da sie befürchten, dass so die Verbraucher ihre Produkte nicht mehr kaufen würden. Die Entscheidung wurde daraufhin verschoben.

Suga will über das Abwasser in ein paar Tagen entscheiden

Am Dienstag will die japanische Regierung formell über den Plan, das Abwasser ins Meer zu leiten, entscheiden.

Japans Premierminister Yoshihide Suga sagte gestern auf einer Pressekonferenz, nachdem er sich mit Hiroshi Kishi, dem Vorsitzenden des nationalen Verbandes der Fischereigenossenschaften getroffen hatte: „Ich möchte in ein paar Tagen eine Entscheidung über die Entsorgungsmethode des Wassers treffen.“

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Kishi erzählte Reportern, dass er während des Treffens sagte: „Es gibt nicht die geringste Änderung in der Haltung seiner Organisation gegen die Idee, das Wasser, das zum Abkühlen geschmolzener Kernbrennstoffe verwendet wird, ins Meer zu leiten.“

Er zitierte Suga mit den Worten: „Die Regierung wird über den Plan Entscheiden, basierend auf dem Vorschlag der Experten, dass es der beste Weg ist, das Wasser ins Meer zu leiten.“

Auf die Frage nach dem starken lokalen Widerstand gegen die Einleitung des Abwassers ins Meer sagte Suga, er sei sich bewusst, dass viele Menschen in Fukushima solche Ansichten hätten.

Laut der japanischen Regierung, kann sie eine Entscheidung über die Entsorgungsfrage nicht weiter aufschieben, da die Lagerkapazität der Wassertanks im Fukushima Daiichi Komplex bereits im Herbst nächsten Jahres erschöpft sein dürfte.

IAEO unterstützt Japans Plan

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEO) unterstützt den Plan der japanischen Regierung, das Wasser zu entsorgen. Laut der IAEO entspricht das Freisetzten ins Meer dem internationalen Standard.

Allerdings bestehen weltweit große Bedenken, da 15 Länder den Import von japanischen Agrar- und Fischereiprodukten mehr als 10 Jahre nach der Fukushima-Atomkatastrophe, die durch ein verheerendes Erdbeben und einen Tsunami im Jahr 2011 verursacht wurde, immer noch einschränken.

Neben der lokalen Fischereiindustrie haben auch Nachbarländer wie China und Südkorea ihre Besorgnis über die Einleitung des Wassers ins Meer zum Ausdruck gebracht.

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