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Die Pille danach gibt es aber nur unter bestimmten Umständen

Japanische Frauen können Pille danach online anfordern

Das japanische Gesundheitsministerium hat beschlossen, Ärzten zu erlauben, Frauen die Pille danach unter bestimmten Umständen online zu verschreiben. Die neue Regel soll frühestens im Juli 2019 eingeführt werden.

Opfer von Sexualverbrechen, Frauen, die wegen einer Angststörung nicht in medizinische Einrichtungen gehen können und Frauen, die in Gebieten ohne die entsprechende Möglichkeit für eine persönliche Untersuchung leben, sollen die Pille danach auch online verschrieben bekommen können.

Das Gremium des Gesundheitsministeriums für die Überarbeitung für Online-Prüfungsrichtlinien hat in seiner Sitzung vom 10. Juni einen entsprechenden Vorschlag entschieden. Im Mai beschloss das Gremium, Opfern von Sexualverbrechen und Frauen in abgelegenen Gebieten die Pille danach per Rezept auch online zur Verfügung zu stellen.

Erst die zweite Ausnahme für bestehende Regeln

In der Sitzung vom 10. Juni brachte ein Mitglied des Gremiums zusätzlich den Vorschlag ein, auch Frauen, die aus psychologischen Gründen keine persönliche Untersuchung in einer medizinischen Einrichtung vornehmen lassen können, das Präparat online zugänglich zu machen. Frauenärzte, die entsprechende Weiterbildungen für Opfer sexueller Gewalt oder mit Angstzuständen vorweisen können, sollen die Rezepte online ausstellen.

Zusätzlich sollen speziell geprüfte Ärzte, die ebenfalls entsprechend vom Ministerium geschult sind und eine entsprechende Ausbildung vorweisen, die Entscheidung überprüfen. Frauen, die die Pille danach online bekommen haben, müssen sich drei Wochen danach einer Untersuchung unterziehen, um feststellen zu lassen, ob sie wirklich nicht ungewollt schwanger geworden sind.

Das Gesundheitsministerium plant, die Leitlinien für die Ausnahmefälle im Juli ergänzen. Frauen können ab diesem Zeitpunkt die Pille danach erhalten, ohne persönlich bei einem Arzt vorstellig zu werden. Es wird der zweite eingeführte Ausnahmefall in einer öffentlichen Richtlinie sein. Bisher können sich auch Patienten, die mit dem Rauchen aufhören wollen, online medizinische Hilfe holen.

Quelle: AS

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