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HomeNachrichten aus JapanPolitikJapanische Politikerin entschuldigt sich für Aussage zu sexuellen Übergriffen

Entschuldigung über ihren Blog

Japanische Politikerin entschuldigt sich für Aussage zu sexuellen Übergriffen

Die japanische Politikerin Mio Sugita sorgte in der vergangenen Woche für einen Eklat, als sie sagte, dass Frauen bei sexueller Gewalt Lügen erzählen würden.

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Nachdem sie dafür einiges an Kritik einstecken musste, entschuldigte sie sich nun für diese Behauptung.

Halbherzige Entschuldigung von der Politikerin

Die Politikerin schrieb am 1. Oktober in ihrem Blog, dass sie bestätigte, dass sie die fragliche Bemerkung gemacht habe und erklärte: „Der Akt des Lügens ist nicht geschlechtsabhängig, aber meine Erklärung erweckte den Eindruck, dass nur Frauen lügen. Ich entschuldige mich bei denen, die sich dabei unbehaglich fühlten“.

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Sugita geriet in die Kritik, nachdem sie im Zusammenhang mit den Beratungsdiensten der Regierung für Opfer sexueller Gewalt während einer gemeinsamen Sitzung der ersten und zweiten Kabinettsabteilung der LDP am 25. September in der Parteizentrale in Tokyo  sagte: „Frauen können lügen, so viel sie wollen.“

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In einem Blogeintrag vom 26. September schrieb sie: „Ich möchte betonen, dass ich keine Erklärung abgegeben habe, die Frauen verachtet.“

Aussage bestätigt

Doch in ihrem Blogeintrag vom 1. Oktober änderte die Politikerin ihre Aussage und gab zu, dass sie diese Bemerkung gemacht habe.

„Ich habe während der gemeinsamen Sitzung eine so lange Erklärung abgegeben und mir war bewusst, dass ich die Bemerkung, auf die sie hingewiesen hatte, nicht gemacht habe“, erklärte sie. „Nach Prüfung meiner damaligen Äußerungen durch Befragung der Betroffenen habe ich bestätigt, dass ich die Bemerkung gemacht habe, während ich argumentierte, dass jedes Thema zur Debatte gestellt werden sollte, ohne es als Heiligtum zu betrachten, indem ich ein Beispiel für die kürzlich gemeldete Veruntreuung von Geldern durch eine weibliche Leiterin einer privaten Organisation im Zusammenhang mit ‚Trostfrauen‘ anführte. Ich entschuldige mich dafür, dass mein früherer Eintrag nicht der Wahrheit entsprach“.

Eine Mitarbeiterin in ihrem Büro im Landtag sagte den japanischen Medien am 1. Oktober, dass Sugita nicht vorhabe, eine Pressekonferenz zu diesem Thema abzuhalten.

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