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Japanische Regierung fordert Krankenhäuser auf, besser auf Katastrophen vorbereitet zu sein

Das japanische Gesundheitsministerium beschloss, alle Krankenhäuser des Landes, die als Katastrophenschutzzentren ausgewiesen sind, aufzufordern, genügend Treibstoff auf Vorrat zu haben. Die Institutionen müssen bis März 2021 in der Lage sein, ihre Generatoren zur Stromversorgung mindestens drei Tage am Laufen zu halten.

Das Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Soziales ruft die insgesamt 736 betreffenden Krankenhäuser ebenfalls auf, genügend Wasser zu speichern. Behandlungen sollten für drei Tage ohne externe Versorgung oder Zugang zu Grundwasser möglich sein.

Die Entscheidung fiel nach einer Umfrage des Ministeriums nach den tödlichen sintflutartigen Regenfällen in Westjapan und dem Erdbeben, das im vergangenen Jahr die nördliche Hauptinsel Hokkaido lahmlegte. Die Umfrage brachte ans Licht, dass mehr als 100 der Krankenhäuser keine der beiden Kriterien erfüllen.

Von den 736 Krankenhäusern erklärten 114, dass ihre Kraftstoffreserven nicht ausreichen, um Operationen drei Tage lang möglich zu machen. Sie wären faktisch arbeitsunfähig, sollten Strom- oder Gasleitungen durch eine Katastrophe beschädigt werden. 62 dieser Kliniken greifen auf fossile Brennstoffe aus der Region zurück, während 12 weitere mit ihren Generatoren an der Gasleitung der Stadt hängen.

Die neuen Richtlinien sehen vor, dass Krankenhäuser einen Weg finden müssen, um Kraftstoff aufzubewahren, damit ihre Generatoren drei Tage laufen können. Traditionelle Kraftstoffreserven sind allerdings nicht Bedingung.

Nach dem starken Erdbeben im September auf Hokkaido fiel der Strom aus. Mindestens 34 Krankenhäuser mit Notfallzentren waren gezwungen, ihren Betrieb herunterzufahren. Teilweise fiel der Strom über 40 Stunden aus.

Einige Kliniken sind bisher noch unsicher, wie viele Notreserven sie im Ernstfall bräuchten. Wieder andere Krankenhäuser haben angeblich nicht genug Platz oder Geld, um zusätzliche Lager für Treibstoff bereitzustellen.

Außerdem müssen die Institutionen genug Trinkwasser für drei Tage auf Vorrat haben. Bisher gibt es allerdings keine Festlegung, dass das Wasser auch für Behandlungen reichen muss. Die Umfrage des Ministeriums brachte auch ans Licht, dass 117 Anlagen nicht über genügend große Wassertanks verfügen, um die erforderliche Menge Trinkwasser zu speichern. Keines dieser Häuser hat Zugang zum Grundwasser.

Quelle: Kyodo

 

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