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Bürgermeister von Nagoya schreibt Mitte

Japanische Stadt fordert von Berlin Mitte die Entfernung der „Trostfrauen“-Friedensstatue

Im Oktober sorgte die „Trostfrauen“-Friedensstatue in Berlin-Mitte zu Streitigkeiten mit Japan, die eine sofortige Entfernung forderten. Dank Protesten darf die Statue vorerst stehen bleiben und es soll sich nun mit Japan auf einen Kompromiss geeinigt werden. Eine japanische Stadt will davon aber nichts wissen und direkt von Berlin den Abriss.

Die Regierung von Nagoya hat am 5. November dem Bezirksbürgermeister von Mitte, Stephan von Dassel, eine Erklärung geschickt, in der sie die Entfernung der „Trostfrauen“-Friedensstatue fordern. Verfasst wurde das Schreiben im Namen von Nagoyas Bürgermeister Takashi Kawamura, der von Dassel unter Druck setzt.

Freundschaft zwischen Japan und Deutschland soll nicht zerbrechen

In dem Brief schreibt Takashi, dass er sehr enttäuscht von der Entscheidung des Bezirks sei, seinen politischen Standpunkt zu ändern. Er drängt dazu, dass die „Trostfrauen“-Friedensstatue so schnell wie möglich entfernt wird.

Mehr zum Thema:  Die verschwiegenen deutschen "Trostfrauen"

Weiter heißt es von dem Bürgermeister, dass Deutschland sich nicht in die politischen Ansprüche Südkoreas einmischen sollte. Es sollte dazu an die kooperative Freundschaft zwischen Japan und Deutschland gedacht werden, die dadurch zerbrechen könnte, was Takashi nicht möchte.

Japan macht seinen Standpunkt zu „Trostfrauen“ deutlich

Es ist eher ungewöhnlich, dass einzelne Städte sich in die Debatte um die Statuen einmischen, wenn bereits die japanische Regierung an der Angelegenheit arbeitet. In den meisten Fällen gibt es mit den Städten eine Freundschaft, wie im Fall von San Francisco, wo Osaka wegen einer ähnlichen Figur die Partnerschaft auflöste.

Nagoya hat allerdings keine Partnerschaft mit Berlin oder irgendeiner anderen deutschen Stadt. Das lässt vermuten, dass der Brief des Bürgermeisters einen persönlichen Hintergrund haben kann. Sicher ist jedoch, dass Japan selbst nicht so schnell seinen Standpunkt anpassen wird, wie sie kürzlich in einer deutschen Erklärung zeigten, in der sie das Kriegsverbrechen herunterspielten.

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