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Wut auf den Bürgermeister

Japanische Stadt verliert durch Skandal 10 Prozent ihrer Beamten

Die kleine japanische Küstenstadt Manazuru hat wegen eines Skandals 10 Prozent ihrer Beamten verloren, was nun zu Problemen führt. In den Skandal ist auch der Bürgermeister verwickelt, der zugegeben hat, bei einer Wahl eine Wählerliste kopiert und verwendet zu haben.

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Bürgermeister Kazuhiko Matsumoto kopierte im Februar 2020, als er Leiter der Abteilung für bürgerliches Leben der Stadt war, ein Wahlbuch und verwendete es noch im selben Jahr für seinen Wahlkampf bei den Bürgermeisterwahlen, bei denen er zum Bürgermeister gewählt wurde.

Rücktritt und Wiederwahl nach einem Skandal schürt das Misstrauen

Zwar trat er zurück, nachdem der Skandal im Oktober 2021 von den Medien aufgedeckt wurde, wurde aber zwei Monate später wiedergewählt.

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Nach seiner Wiederwahl kam allerdings ans Licht, dass die von ihm kopierte Liste Informationen über den Wahlstatus der Einwohner enthielt.

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Obwohl sich der Bürgermeister wiederholt für die Angelegenheit entschuldigt hat, weigert er sich dieses Mal, zurückzutreten.

Seine Äußerungen deuten darauf hin, dass er die Schuld auf die Stadtverwaltung abwälzt, da er argumentiert, das Problem liege in der Datenverwaltung des Rathauses, was nicht sehr gut bei den Mitarbeitern der Stadt ankam.

Unmittelbar nach der Wiederwahl des Bürgermeisters im Dezember 2021 begann die Stadt mit einer Reihe von Kündigungen und Entlassungen.

Derzeit hat die Stadt nur noch einen Berater, da alle anderen im November 2021 wegen ihrer Verwicklung in den Skandal entlassen wurden.

Seit Dezember 2021 haben inzwischen mehrere Angestellte der Stadt ihren Job gekündigt. Die Befürchtung ist groß, dass angesichts des wachsenden Misstrauens gegenüber dem Bürgermeister noch mehr Menschen ihren Job hinschmeißen werden.

Zu wenig Mitarbeiter in der Stadtverwaltung

Die Stadt benötigt rund 110 Mitarbeiter, um die Verwaltung reibungslos abwickeln zu können. Aktuell sind es noch 93.

Die Suche nach neuem Personal gestaltet sich schwierig, bisher wurden drei Bewerbern eine Stelle ab August angeboten, wovon einer allerdings bereits abgelehnt hat.

Ab Oktober will man nun versuchen, neue Mitarbeiter zu gewinnen. Diese können allerdings kaum die langjährigen, erfahrenen Mitarbeiter ersetzen, die wegen des Skandals gekündigt haben.

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