News Politik Japanischer Abgeordneter sorgt mit Kommentar zu LGBT+ für Empörung

Japanischer Abgeordneter sorgt mit Kommentar zu LGBT+ für Empörung

Während Taiwan dieses Jahr als erstes asiatisches Land die gleichgeschlechtliche Ehe zulassen will, ist die japanische Regierung noch lange nicht so weit. Die Rechte für gleichgeschlechtliche Paare und die LGBT-Community sind immer noch ein Streitthema. Der eine oder andere Abgeordnete sorgte dabei in der Vergangenheit mit seinen Aussagen für Empörung. Nun zog kürzlich ein Mitglied der Liberal Democratic Party (LDP) die Wut und Kritik auf sich.

Der 73-jährige Katsuei Hirasawa sitzt seit Jahren im Repräsentantenhaus und gilt als fähiger Politiker. Eine Aussage am Donnerstag beim Nachrichtensender Nippon News Network sorgte nun allerdings für viel Unmut. Vor einer Menschenmenge in der Präfektur Yamanashi sagte er, dass Kritik an der LGBT-Community Problem verursacht, wenn jedoch alle so sind wie sie, würde Japan kollabieren.

Weiter beschwerte er sich über den Bezirk Shibuya in Tokyo. Hirasawa verstehe nicht, wieso sie und andere lokale Regierungen die gleichgeschlechtliche Ehe erlauben. Schließlich erkennt sie der Staat sie nicht an. Hirasawa holte weiter aus und beklagt die niedrige Geburtenrate im Land, die einige Probleme verursacht. Schuld sei jedoch nicht die LGBT-Community, sondern die mangelnde Kinderbetreuung und Unterstützung für arbeitende Frauen, sowie die Idee das Frauen alleine Kinder erziehen sollen.

Politikerin äußerte sich letztes Jahr ebenfalls diskriminierend

Während viele dem Teil mit der Unterstützung der Frauen zustimmten, sind viele über den ersten Kommentar schockiert. Auf sozialen Netzwerken machten viele Menschen nach dem Beitrag ihrem Ärger Luft. Einige werfen Hirasawa dabei vor, das er in LGBT+-Personen niedere Menschen sieht. Andere setzten ihn mit der Abgeordneten Mio Sugita gleich.

Sugita sorgte mit einem Artikel in einer Zeitschrift für Empörung, in dem sie die LGBT+-Rechte als Steuerverschwendung bezeichnete und nannte gleichgeschlechtliche Paare unproduktiv für das Land. Sie sollten deswegen nicht heiraten dürfen. Die Aberkennung der Rechte und Herabsetzung der Paare sorgte für Proteste, zu den teilweise zehntausende Menschen kamen.

Hirasawa äußerte sich bis jetzt noch nicht, aufgrund der Protestwelle kommt es aber wohl demnächst zu einem Statement. Dass er seine Aussagen jedoch zurückzieht, ist unwahrscheinlich. Nach wie vor sind viele in der Regierung gegen die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare. Bis jetzt erlauben nur bestimmte Regionen in Japan eingetragene Partnerschaften als Eheersatz. Hochzeiten sind ebenfalls an manchen Orten möglich, jedoch sind die Ehen nicht staatlich anerkannt. Aus dem Grund reichten mehrere Paare Klagen ein. Ein lesbisches Paar protestiert hingegen aktuell auf besonders kreative Weise für ihre Recht.

Quelle: Asahi Shimbun

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1 Kommentar

  1. Dass so viele Politiker immer noch so gegen gleichgeschlechtliche Ehe sind, finde ich wirklich bedenklich & daran sollte man dringend arbeiten, wenn man im Jahre 2019 leben will.

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