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HomeNachrichten aus JapanPolitikJapans Außenministerium berät Firmen beim Infektionsschutz mit "Golgo 13"

Manga soll Informationen näher bringen

Japans Außenministerium berät Firmen beim Infektionsschutz mit „Golgo 13“

Das japanische Außenministerium stellte am 23. März eine überarbeitete Ausgabe seines Handbuchs für Unternehmen an, die im Ausland aktiv sind, um ihnen zu helfen, sich gegen das Coronavirus zu schützen.

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Dabei nutzt das Ministerium den Manga „Golgo 13“, um seine Vorschläge zum Infektionsschutz zu vermitteln.

Außenministerium benutzte „Golgo 13“ bereits als Reaktion auf einen Terroranschlag

Der Manga wurde vom Ministerium bereits 2017 benutzt, als Reaktion auf einen Terroranschlag in Bangladesch im Jahr 2016, bei dem sieben japanische Staatsangehörige ums Leben kamen.

Die neue Version enthält Informationen, wie man eine Ansteckung mit dem Coronavirus verhindern kann und soll eine Auflage von mehr als 150.000 Stück bekommen.

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Da Geschäftsinhaber und Manager in Japan oft zu einer Generation gehören, die „Golgo 13“ lange kennen, immerhin läuft die Serie schon sehr lange, soll der Manga dazu beitragen, dass die Informationen schneller akzeptiert werden.

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Das Außenministerium nahm daher auch Originalzeichnungen und änderte nur den Dialog.

Die Geschichte beginnt damit, dass Außenminister Takakura, der dem realen Amtsinhaber Toshimitsu Motegi ähnelt, Togo mit einer Mission betraut. Togo reist daraufhin zu zahlreichen kleinen und mittleren japanischen Firmen in Asien, Europa usw., um ihnen zu erklären, wie wichtig es ist, dass sie sich beim Tabireji-Dienst des Ministeriums registrieren und an der Datenerfassung teilnehmen.

Tabireji verteilt online Sicherheitsinformationen an japanische Unternehmen.

Handbuch soll Firmeninhabern aufklären

Die neue Geschichte spielt in einem fiktiven Land, in dem die Ausbreitung des Coronavirus zu mangelhaften Antiterrormaßnahmen geführt hat. Firmenmitarbeiter japanischer Nationalität geraten in einen fundamentalistisch-islamischen Terroranschlag und Togo bittet den Firmenchef, Sicherheitsmaßnahmen einzuführen.

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Auf einer Pressekonferenz sagte Motegi: „Zusätzlich zur Terrorismusbedrohung ist das Risikomanagement aufgrund der Maßnahmen zur Infektionsprävention komplizierter geworden. Ich möchte, dass die Unternehmen es das Handbuch nutzen, um ihre Sicherheitsmaßnahmen zu überdenken.“

Zusätzlich zu den Unternehmen wird das Manga an Flughafenschaltern, Behörden in Japans Präfekturen, sowie auf der Website des Ministeriums veröffentlicht.

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