Anzeige
HomeNachrichten aus JapanPolitikJapans Baustatistik ist um 3,6 Billionen Yen aufgebläht worden

Daten falsch berechnet

Japans Baustatistik ist um 3,6 Billionen Yen aufgebläht worden

Die Baustatistik in Japan für das Jahr 2020 wurde um ca. 3,6 Billionen Yen (ca. 26 Milliarden Euro) aufgebläht, da die japanische Regierung die Daten zu hoch angegeben hat. Zu diesem Urteil kam ein vom Ministerium für Land, Infrastruktur, Verkehr und Tourismus eingesetztes Gremium.

Anzeige

Das Gremium wurde damit beauftragt, die falschen Angaben einer grundlegenden Regierungsstatistik durch das Ministerium zu untersuchen.

Baustatistik künstlich aufgebläht

Im Dezember stellte sich heraus, die Zahlen der Baustatistik in Japan wurden durch eine Anweisung künstlich aufgebläht. Das Gremium schätzte auch, dass die Statistiken im und vor dem Geschäftsjahr 2019 um etwa 5,8 Billionen Yen (ca. 43 Milliarden Euro) pro Jahr zu hoch sind, was etwa 8 Prozent der gesamten Aufzeichnungen entspricht. Damit wird das Ministerium riesige Geldbeträge korrigieren müssen.

LESEN SIE AUCH:  Auch Japans Baustatistiken von 2020 sind fehlerhaft

Das Ministerium berechnet die Zahl der Bauaufträge auf der Grundlage einer Stichprobe von etwa 12.000 Bauunternehmen, die für den Zeitraum von einem Jahr aus etwa 480.000 Unternehmen ausgewählt wird.

Diese Unternehmen sind verpflichtet, jeden Monat Berichte über die Zahl der Aufträge vorzulegen, die sie erhalten haben. Die Zahlen werden dann zur Schätzung des Gesamtbetrags der Bauaufträge herangezogen.

Anzeige

Die daraus resultierende jährliche Baustatistik ist ein Bestandteil zur Errechnung des Bruttoinlandsprodukts und sie fließt auch in die Planung des Nachtragshaushaltes ein.

Mitarbeiter behandelten nachgemeldete Daten falsch

Seit 2013 gibt es eine Anweisung, dass bei verspäteter Meldung der Zahlen ein Durchschnittswert eingesetzt und später korrigiert wird, wenn ein Unternehmen sie nachreicht. Allerdings erfolgte oft keine Korrektur, sodass doppelte Zahlen in der Statistik erfasst wurden.

Für das Jahr 2020 stellte sich so heraus, dass Mitarbeiter des Ministeriums Aufzeichnungen einiger Monate einfach umschrieben, als ein Unternehmen seine Daten für mehrere Monate nachreichte.

Sie fügten die Daten zusammen und bearbeiteten sie so, als ob der kombinierte Datensatz nur die Daten des letzten Monats enthielt.

Anzeige
Anzeige