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Schrein ehrt verurteilte Kriegsverbrecher

Japans ehemaliger Premierminister Shinzo Abe besucht umstrittenen Yasukuni-Schrein

Seit wenigen Tagen ist Shinzo Abe nicht mehr Premierminister von Japan. Aus gesundheitlichen Gründen ist er von seinem Amt zurückgetreten. Trotz alledem schaffte er es, erneut für Aufsehen zu sorgen. Am Samstag besuchte er den sehr umstrittenen Yasukuni-Schrein in Tokyo.

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Auf Twitter bestätigte Abe, dass er den Schrein besucht habe und veröffentlichte dazu ein Foto seines Besuches. Als Erklärung gab er an, dass er den Seelen der Kriegstoten berichten wollte, dass er sein Amt als Premierminister niedergelegt hat. Das kam bei einigen jedoch gar nicht gut an und es gab starke Kritik an seinem Besuch.

Ein Schrein für Kriegsverbrecher

Schon 2013 hatte Abe mit einem Besuch beim Schrein für internationale Empörung gesorgt. Der Schrein ist allgemein zur Ehrung von Kriegstoten in jeder Hinsicht gedacht. Allerdings sind unter den namentlich genannten Kriegstoten auch zahlreiche schwere verurteilte Kriegsverbrecher aus dem Zweiten Weltkrieg.

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Es wird sich jedoch nach wie vor geweigert die Namen der Personen zu entfernen. Ebenfalls werden in dem Museum auf dem Gelände aktiv Kriegsverbrechen geleugnet und verharmlost sowie historische Fakten verdreht. Aufgrund seines Umgangs mit der japanischen Geschichte gilt der Schrein als eine Pilgerstätte für rechtsradikale Japaner und Militaristen.

Shinzo Abe beteiligte sich von Weitem an Zeremonien

Aufgrund der heftigen Reaktion hatte nach 2013 Abe den Schrein nicht mehr besucht. Allerdings hat er jährlich weiterhin Opfergaben überbringen lassen. Zweimal im Jahr ließ er dem Schrein rituelle Topfpflanzen für das Frühlings- und Herbstfest schicken.

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Am Jahrestag der Kapitulation Japans im Zweiten Weltkrieg, dem 15. August, schickte Abe als Präsident der Liberal Demokratischen Partei Japan eine Geldspende. Auch andere bekannte Politiker versuchen den Schrein zu meiden und nur aus der Ferne Opfergaben zu übrigen, um den eigenen Ruf zu wahren.

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