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HomeNachrichten aus JapanPolitikJapans Ex-Premierminister rät zu den Abenomics, um Finanzmärkte zu beruhigen

Japans Politik sollte sich weiter auf die wirtschaftlichen Interessen konzentrieren

Japans Ex-Premierminister rät zu den Abenomics, um Finanzmärkte zu beruhigen

Japans Ex-Premierminister Shinzo Abe forderte am Sonntag seinen Nachfolger Fumio Kishida auf, dass er sich den Abenomics zuwenden solle, um die Finanzmärkte zu beruhigen.

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Abe sagte in einer Fernsehsendung, dass die Finanzmärkte von der aktuellen Regierung keine grundlegende Änderung der Wirtschaftsstrategie erwarten, sondern vielmehr eine Fortsetzung des Konjunkturprogramms, das Abe eingeführt hatte und unter Yoshihide Suga beibehalten wurde. Zwar hat diese Strategie dafür gesorgt, dass die Aktienkurse gestiegen sind, aber es kam zum Beispiel keine große Verbesserung der Löhne.

Ex-Premierminister warnt vor negativen Reaktionen der Märkte

Kishida hatte bei seiner Wahl versprochen, dass er einen neuen Kapitalismus in Japan etablieren wolle, was auch die Bekämpfung des Wohlstandsgefälles umfasst. Ein klarer Bruch mit der Strategie des Ex-Premierministers Shinzo Abe.

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„Die Märkte könnten negativ reagieren, wenn sie die Politik des neuen Kapitalismus als sozialistisch auffassen“, so Abe. „Wir sollten nicht so gesehen werden, als würden wir unseren Fokus vom Wachstum abwenden.“

Obwohl Kishida eine neue Richtung vorgibt, hält er, genauso wie Abe und Suga, an einer lockeren Geldpolitik und an Steuerausgaben fest, in der Hoffnung, die Binnenwirtschaft so anzukurbeln.

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Nachdem Kishida Ende September den Vorsitz der Liberaldemokratischen Partei übernommen hatte, brach der Nikkei-Leitindex um etwa 9 Prozent ein. Dieser Einbruch ist zum Teil darauf zurückzuführen, dass die Anleger nicht verstehen konnten, wie Japan Wachstum schaffen und gleichzeitig eine systematische Umverteilung des Wohlstands erreichen will.

Abe steht weiterhin hinter Kishida

Dennoch sagte Abe, der Sieg der LDP bei den Unterhauswahlen im Oktober unter der Führung von Kishida habe die politische Stabilität wiederhergestellt.

Der ehemalige Premierminister sagte, er hoffe, dass Kishida bei der Bekämpfung der Pandemie und bei anderen Themen weiterhin Führungsstärke zeigen und der Partei zu einem guten Abschneiden bei den Oberhauswahlen im nächsten Jahr verhelfen werde.

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