Anzeige
HomeNachrichten aus JapanPolitikJapans Justizminister wegen Äußerung zur Todesstrafe gefeuert

Nächster Minister muss gehen

Japans Justizminister wegen Äußerung zur Todesstrafe gefeuert

Japans Justizminister Yasuhiro Hanashi musste wegen einer Aussage zur Todesstrafe seinen Posten räumen. Japans Premierminister Fumio Kishida hatte wenige Stunden vorher noch bestritten, dass er den Minister seines Amtes entheben wird.

Anzeige

Als neuer Justizminister wird Ken Saito, ehemaliger Landwirtschaftsminister, in den nächsten Tagen vom Premierminister ernannt.

Justizminister macht fragwürdige Aussage

Hanashi sagte vor einigen Tagen, dass er eine eher unauffällige Position im Kabinett hat, die ihn nur in die Mittagsnachrichten des Fernsehens bringt, wenn er eine Vollstreckung eines Todesurteils absegnet. Am nächsten Tag entschuldige er sich für diese Aussage.

LESEN SIE AUCH:  Japans Premierminister überlebt trotz Rücktritt eines Ministers

Es stellte sich allerdings heraus, dass er diese Aussage bereits mehrfach bei Versammlungen der LDP und in seinem Wahlkreis, der Präfektur Ibaraki gemacht hatte.

Anzeige

Seine Äußerung stieß auf große Kritik innerhalb der LDP und es wurde offen darüber spekuliert, dass dies ein Grund sei, den Minister zu entlassen. Der japanische Premierminister stand allerdings hinter Hanashi – bis zum Abend des 11. Novembers.

Zweite Entlassung in kurzer Zeit

Der nun ehemalige Justizminister ist bereits der zweite Minister, der innerhalb von kurzer Zeit vom japanischen Premierminister seines Amtes enthoben wurde. Erst am 24. Oktober trat Daishiro Yamagiwa als Ministers für die wirtschaftliche Wiederbelebung auf Druck des Premierministers zurück, da er in Bezug auf seiner Verbindung zur Vereinigungskirche mehrfache gelogen hatte.

Yamagiwa wurde allerdings kurz danach an die Spitze der Corona-Task-Force gesetzt.

Aktuell stehen zwei weitere Minister des Kabinetts in der Kritik, da sie fragwürdige Spendenberichte eingereicht haben.

Anzeige
Anzeige