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Dritte Finanzspritze

Japans Kabinett bewilligt milliardenschweres Konjunkturpaket

Das japanische Kabinett bewilligte am Dienstag ein drittes Konjunkturpaket im Wert von 73,6 Billionen Yen (ca. 583 Milliarden Euro), um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie abzufedern.

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Mit dem Paket wolle man Beschäftigung sichern, die Reisesubvention verlängern, den Konsum ankurbeln und die Entwicklung umweltfreundlicher und digitaler Technologien fördern, so Premierminister Yoshihide Suga.

Konjunkturpaket soll mit Mitteln aus dem Staatshaushalt 2021 finanziert werden

Um das dritte Konjunkturpaket zu finanzieren, greift Japan bereits auf den Staatshaushalt für das kommende Steuerjahr zu und legt einen dritten Nachtragshaushalt auf.

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Die japanische Regierung plant, die Reisesubvention „Go To Travel“ bis Juni 2021 zu verlängern, auch Subventionen für Unternehmen, die dazu anregen sollen, Arbeitsplätze zu sichern, werden bis Ende Februar verlängert.

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Außerdem enthält das Konjunkturpaket auch Mittel, um Kommunalverwaltungen dabei zu helfen, Restaurants und Bars finanziell zu unterstützen, die den Bitten nach kürzeren Öffnungszeiten nachgekommen sind.

Um das langfristige Wirtschaftswachstum Japans zu fördern, werden 2 Billionen Yen für die Einrichtung eines Fonds für Unternehmen gezahlt, die in den nächsten Jahren umweltfreundliche Technologien entwickeln wollen.

Etwa 1 Billion Yen werden für die Förderung der Digitalisierung bereitgestellt.

Japans Schuldenberg wächst

Japan hatte im aktuellen Haushaltsjahr bereits zwei Konjunkturpakete in Höhe von insgesamt 57,60 Billionen Yen bereitgestellt, um gegen die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie zu kämpfen.

Der Haushalt des Landes für das Jahr 2020 ist bereits auf über 160 Billionen Yen angewachsen, was dazu führte, dass Befürchtungen lauter wurden, dass sich die Haushaltslage des Landes weiter verschlechtern wird.

Japans Staatsschulden überstiegen Ende 2019 bereits 1.100 Billionen Yen, mehr als das Doppelte des Bruttoinlandsprodukts. Das Land hat unter allen großen Industrieländern die höchste Pro-Kopf-Verschuldung.

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