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Preisanstieg abfedern

Japans Kabinett billig Nachtragshaushalt zur Abfederung steigender Preise

Das japanische Kabinett hat am Dienstag den Nachtragshaushalt in Höhe von 2,7 Billionen Yen (ca. 19,8 Milliarden Euro) für das Haushaltsjahr 2022 gebilligt. Damit soll die Preissteigerung, die durch die russische Invasion der Ukraine verursacht wird, abgefedert werden.

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Nach der Verabschiedung durch das Parlament wird der Nachtragshaushalt für das im April begonnene Jahr zur Finanzierung eines Teils des im April beschlossenen Hilfspakets in Höhe von 6,2 Billionen Yen (ca. 45.4 Milliarden Euro) verwendet. Finanziert werden soll die Summe durch die Ausgabe neuer Staatsanleihen, was die Staatsverschuldung weiter in die Höhe treiben wird.

Nachtragshaushalt soll Reservefonds auffüllen

Etwa 1,5 Billionen Yen (ca. 11 Milliarden Euro) des Nachtragshaushalts werden für die Auffüllung von Reservefonds verwendet, die die Regierung für die Umsetzung einiger Maßnahmen des Hilfspakets einsetzt. Darunter Subventionen für Ölgroßhändler, um die Benzinpreise im Einzelhandel zu senken, und finanzielle Hilfe in Höhe von 50.000 Yen (ca. 366 Euro) pro Kind für Haushalte mit geringem Einkommen.

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Die Regierung greift auf die Reservemittel zurück, da diese ohne die Zustimmung des Parlaments verwendet werden können, um so schnell auf den Preisanstieg reagieren zu können.

Der Rekordhaushalt für das Jahr 2022 in Höhe von 107,60 Billionen Yen (ca. 789 Milliarden Euro) enthält 5,5 Billionen Yen (ca. 40 Milliarden Euro) an Reservemitteln.

Benzinpreise stabil halten

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Die restlichen 1,2 Billionen Yen (ca. 8,7 Milliarden Euro) sind für die Verlängerung des Subventionsprogramms für Ölgroßhändler bis Ende September vorgesehen, mit dem man die Benzinpreise versucht stabil zu halten.

Die Kraftstoffpreise sind gestiegen, da sich die Weltwirtschaft von den Folgen der Coronavirus-Pandemie erholt hat, aber das Tempo hat sich aufgrund von Versorgungsengpässen nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine Ende Februar beschleunigt.

Auch die Preise für Getreide wie Weizen, dessen Hauptproduzenten Russland und die Ukraine sind, sind stark angestiegen. Die Preise werden noch weiter steigen, da Indien den Export von Weizen wegen der Hitzewelle verboten hat.

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