Stats

Anzeige
Home News Politik Japans Minister wollen sämtliche Lehrbücher für Schulen digitalisieren lassen

Grund- und Mittelschulen sollen digitalisiert werden

Japans Minister wollen sämtliche Lehrbücher für Schulen digitalisieren lassen

Kyodo – Auch in Japan müssen Kinder für die Schule zahlreiche Lehrbücher schleppen. Das ist vor allem für jüngere Schüler ziemlich anstrengend. Aus diesem Grund wollen einige japanische Minister mit der Zeit gehen und sämtliche Bücher digitalisieren lassen.

Am Dienstag sprach der Digitalminister Takuya Hirai über die Idee Lehrbücher zu digitalisieren. Er möchte dabei, dass alle Bücher für Grund- und Mittelschulen eine nicht physische Version erhalten. Der Minister begründet den technischen Wechsel damit, dass es für Kinder viel einfacher sei nur einen Laptop mitzunehmen als mehrere Bücher.

Digitalisierte Lehrbücher kosten Geld und Zeit

Hirai hat den Plan zur Modernisierung bereits letzte Woche bei einem Treffen dem Bildungsminister Koichi Hagiuda vorgeschlagen, bei dem auch Reformminister Taro Kono anwesend war. Man habe sich bei dem Treffen geeinigt, dass es notwendig sei das Digitale an erste Stelle zu setzen, um mit der Zeit zu gehen.

Lesen Sie auch:
Neuer Premierminister beschleunigt die Digitalisierung Japans

Hirai ist dabei durchaus bewusst, dass es sich um kein einfaches und auch teures Vorhaben handelt. Eine endgültige Entscheidung liegt deswegen immer noch beim Ministerium für Bildung, Kultur, Sport, Wissenschaft und Technologie. Allerdings wird schon an der Beseitigung bestimmter Probleme gearbeitet.

Pandemie sorgt für schnelleres Handeln

So soll bis März 2021 ein erster Plan abgeschlossen sein, mit dem jedes Kind in der Grund- oder Mittelschule einen Laptop bekommt. Eigentlich sollte die Umsetzung zur Digitalisierung erst März 2024 in Angriff genommen werden. Aufgrund der derzeitigen Pandemie ist die Nachfrage nach Fernunterricht und einer gerechten technischen Ausrüstung von Schulkindern aber massiv gestiegen.

Es zeigte sich dabei, dass besonders ärmere Familien Probleme haben den Anforderungen nachzukommen, da sie kein Geld für die gewünschte Technik haben. So hat die Präfektur Hyogo bereits selbst versucht junge Schüler mit einem Computer auszustatten. Aber auch Oberschüler und Studenten machten sich zuletzt wegen Bildungslücken Sorgen, die durch fehlendes Geld sowie mangelnde Technik verursacht werden und baten um Hilfe.

Anzeige
Anzeige

Das könnte sie auch interessieren