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HomeNachrichten aus JapanPolitikJapans neuer Premierminister will die Einkommensteuer für Besserverdienende nicht anheben

Keine Abkehr von der investorenfreundlichen Politik

Japans neuer Premierminister will die Einkommensteuer für Besserverdienende nicht anheben

Japans neuer Premierminister Fumio Kishida sagte am Sonntag, dass er vorerst keine Pläne hat, die Einkommensteuer für Besserverdienende anzuheben.

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Vielmehr strebt Kishida andere Maßnahmen für eine bessere Verteilung des Reichtums in Japan an, darunter die Anhebung der Löhne für das medizinische Personal.

Erhöhung der Einkommensteuer als Mittel für den Kampf gegen das Wohlstandsgefälle

Der neue Premierminister hat sich zum Ziel gesetzt, das Wohlstandgefälle in Japan zu bekämpfen und hatte in seinem Wahlkampf als Möglichkeit die Anhebung der Einkommensteuer genannt. Auch in seiner ersten Rede vor dem Parlament versprach er, dass er eine Umverteilung des Vermögens in Japan erreichen will.

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„Ich habe nicht vor, die Einkommensteuer vorläufig anzutasten … Es gibt viele andere Dinge, die wir zuerst in Angriff nehmen müssen“, so Kishida in einer Nachrichtensendung des kommerziellen Fernsehsenders Fuji Television Network. „Aktuell verbreitet sich die Befürchtung, dass ich die Steuer bald anheben will, das ist allerdings nicht der Fall.“

Befürchtungen bei Investoren groß

Viele Investoren haben sich besorgt darüber geäußert, dass der neue Premierminister die Kapitalsteuer anheben will, was eine Abkehr der investorenfreundlichen Wirtschaftspolitik, die unter Shinzo Abe eingeführt wurde, bedeuten würde.

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Der japanische Leitindex Nikkei 225 ist um 7 Prozent gesunken, seit Kishida Ende letzten Monats die Wahl zur Führung der Liberaldemokratischen Partei (LDP) gewonnen und sich damit aufgrund der parlamentarischen Mehrheit der LDP praktisch den Posten des Premierministers gesichert hat.

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