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Nur drei Frauen

Japans neues Kabinett besteht aus vielen Abe-Vertrauten

Fumio Kishida wurde gestern zum neuen Premierminister Japans gewählt und stellt nun sein neues Kabinett vor, das aus vielen Vertrauten des ehemaligen Premierministers Shinzo Abe besteht. Die Frage, ob der neue Premierminister seine Versprechen nun umsetzten kann, ist anhand des Einflusses von Abe allerdings fraglich.

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13 der 20 Mitglieder übernehmen zum ersten Mal in ihrer politischen Laufbahn einen Ministerposten. Taro Aso musste nach fast neun Jahren den Posten als Finanzminister räumen.

Neues Kabinett ist sehr alt

Das Durchschnittsalter des neuen Kabinetts ist mit 61,8 Jahren sehr hoch und es wurden nur drei Frauen ernannt. Zudem gibt es viele Mitglieder, die eine enge Verbindung zum ehemaligen Premierminister Shinzo Abe und Taro Aso haben.

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Die drei Frauen im Kabinett sind die Impfministerin Noriko Horiuchi, Seiko Noda, die für die Gleichstellung der Geschlechter und die Kinderpolitik zuständige Ministerin, und die Ministerin für Verwaltungsreform Karen Makishima, mit 44 Jahren das jüngste Mitglied.

Enge Verbündete von Abe besetzen Schlüsselpositionen

Takayuki Kobayashi übernimmt ein neues Amt mit dem Schwerpunkt wirtschaftliche Sicherheit und soll Maßnahmen zur Verhinderung des Diebstahls geistigen Eigentums aus dem Ausland ausarbeiten.

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Koichi Hagiuda, ein enger Verbündeter von Abe, wurde zum Minister für Handel und Industrie ernannt, Daishiro Yamagiwa, ein Mitglied der Aso-Fraktion, wurde zum Minister für Wirtschafts- und Finanzpolitik berufen.

Shunichi Suzuk, der Schwager von Taro Aso, wurde zum neuen Finanzminister berufen und Hirokazu Matsuno ist neuer Kabinettschef.

Das Kabinett von Yoshihide Suga trat am Montagmorgen, 348 Tage nach der Bildung, geschlossen zurück.

Nach Angaben einiger LDP-Vertreter plant Kishida, das Unterhaus am 14. Oktober aufzulösen und am 19. Oktober mit dem Wahlkampf für die Parlamentswahlen zu beginnen. Es wird seine erste große Bewährungsprobe im Amt sein, bei dem sein Image als zurückhaltender Politiker, der sich schwertut, die Wähler zu begeistern, ein Problem darstellen könnte.

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