Anzeige
HomeNachrichten aus JapanPolitikJapans Opposition beleuchtet Verbindung der Regierung mit der Vereinigungskirche

Mehrere Parteien richten Untersuchungsausschuss ein

Japans Opposition beleuchtet Verbindung der Regierung mit der Vereinigungskirche

Die Oppositionspartei JCP hat eine Untersuchung über die Verbindung der japanischen Regierung zur Vereinigungskirche eingeleitet.

Anzeige

Nach dem Attentat auf Shinzō Abe ist öffentlich geworden, dass es Verbindungen zu dieser neureligösen Gruppe innerhalb der LDP gegeben hat.

Opposition will Verbindungen der Regierungspartei aufdecken

Auf der ersten Sitzung des Untersuchungsausschusses der Oppositionspartei sagte Akira Koike, Leiter des Parteisekretariats, dass Fälle von geheimen Absprachen zwischen Politikern, auch aus der LDP, und der neureligiösen Gruppe ans Licht gekommen seien.

LESEN SIE AUCH:  Mutter des Amokschützen ist Mitglied der Vereinigungskirche

Koike vermutet, dass die Politik eine Rolle dabei spielte, dass die Vereinigungskirche 2015 in Japan ihren Namen in „Familienföderation für Weltfrieden und Vereinigung“ änderte, und sagte, der Ausschuss werde untersuchen, ob es in diesem Fall Absprachen oder administrative Probleme gegeben habe.

Auf der Sitzung legte auch ein Journalist, der für die Zeitung Shimbun Akahata über die Vereinigungskirche berichtet, seine Ansicht dar.

Anzeige

Da der Ausschuss sich mit der Vereinigungskirche und deren politischen Verbindung befasst, sollen auch das nationale Netzwerk von Anwälten gegen spirituelle Verkäufe und einige andere Organisatoren zu Wort kommen.

Unabhängig von der JCL sagte Chinami Nishimura, Generalsekretärin der CDP, der größten Oppositionspartei in Japan, dass ihre Partei am kommenden Montag eine Arbeitsgruppe einrichten wird, um den von der Vereinigungskirche verursachten Schaden zu untersuchen.

Nishimura sagte, der Ausschuss für Verbraucherfragen ihrer Partei werde am Freitag die gleiche Anwaltsgruppe anhören.

Abe wegen Verbindungen zur Vereinigungskirche erschossen

„Dies ist ein Thema, das das Parlament nicht unberücksichtigt lassen kann. Wir werden die Angelegenheit untersuchen, überprüfen und Maßnahmen vorschlagen“, so Nishimura gegenüber Reportern.

Japans Ex-Premierminister Shinzō Abe wurde am 8. Juli während einer Wahlkampfveranstaltung in Nara auf offener Straße angeschossen und einige Stunden später für tot erklärt.

Der Täter sagte gegenüber der Polizei aus, dass er das Attentat verübte, weil er der Vereinigungskirche schaden wollte und glaubt, dass Abes Großvater die neureligöse Gruppe aus Südkorea nach Japan eingeladen hat.

Anzeige
Anzeige