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Gebührenanstieg soll bis Juni verabschiedet werden

Japans Parlament will Selbstanteil der medizinischen Kosten für ältere Menschen bis Juni verabschieden

Im November hatte das japanische Finanzministerium vorgeschlagen, dass der Selbstanteil der medizinischen Gebühren für ältere Menschen erhöht werden sollte.

Am Donnerstag begann nun das japanische Parlament über die Beratung eines Gesetzesentwurfs, der vorsieht, dass der Anteil der Gebühren, den die Menschen aus eigener Tasche zahlen müssen, sich für Menschen ab 75 Jahren mit einem bestimmten Einkommen auf 20 Prozent verdoppelt.

Erhöhung der medizinischen Gebühren soll bis zum 16. Juni erfolgen

Die Verabschiedung soll noch in der laufenden Legislaturperiode erfolgen, die noch bis zum 16. Juni dauert. Der Gesetzentwurf sieht eine Erhöhung der medizinischen Gebühren für ältere Menschen vor, die allein leben und ein Jahreseinkommen von mindestens 2 Millionen Yen haben. Für Zweipersonenhaushalte, in denen beide 75 Jahre oder älter sind, würde die Einkommensgrenze bei 3,2 Millionen Yen liegen.

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In einer Plenarsitzung des Unterhauses des Landtages am Donnerstag gab die japanische Regierung eine Erklärung zum Gesetzentwurf ab, gefolgt von einer Frage- und Antwortrunde.

„Der Gesetzentwurf zielt darauf ab, die steigenden Belastungen für die arbeitende Generation einzudämmen und ein Sozialversicherungssystem aufzubauen, in dem sich alle Generationen sicher fühlen können“, so Gesundheits-, Arbeits- und Wohlfahrtsminister Norihisa Tamura, während er darauf hinwies, dass die Gebühren für die Sozialversicherung voraussichtlich weiter steigen werden, wenn die Nachkriegs-Babyboomer im Steuerjahr 2022 75 Jahre alt sein werden.

Unter dem derzeitigen medizinischen System werden etwa 40 Prozent der medizinischen Gebühren, die nicht von den Leistungsempfängern geschultert werden, durch Beiträge der arbeitenden Generation gedeckt. Derzeit ist der Anteil der zu zahlenden medizinischen Gebühren für ältere Menschen in Japan grundsätzlich auf 10 Prozent festgelegt, mit Ausnahme von Gutverdienern, einschließlich derjenigen, die allein leben und ein Jahreseinkommen von mindestens 3,83 Millionen Yen haben.

34.000 Yen jährliche Mehrbelastung

Gutverdiener zahlen 30 Prozent ihrer medizinischen Behandlungsgebühren selbst. Sie machen aber nur 7 Prozent aller Personen in dieser Altersgruppe aus. Die vorgesehene Gebührenerhöhung auf 20 Prozent wird voraussichtlich etwa 3,7 Millionen Menschen oder 21 Prozent der Altersgruppe in Japan betreffen.

Für diejenigen, die 20 Prozent der medizinischen Gebühren tragen müssten, würde die jährliche Pro-Kopf-Belastung im Durchschnitt um etwa 34.000 Yen steigen. Die japanische Regierung plant eine Maßnahme, die für drei Jahre nach Inkrafttreten des Gesetzes laufen soll, sodass der Anstieg der medizinischen Gebühren nicht mehr als 3.000 Yen pro Monat betragen wird.

Die Regierung erhofft sich, dass die Reform des Gesundheitssystems, die ältere Menschen betrifft, die Beiträge der arbeitenden Generation zum System um 72 Milliarden Yen im Geschäftsjahr 2022 reduzieren wird.

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