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Welt steht vor einem Scheideweg

Japans Premierminister befürchtet Krieg in Ostasien

Japans Premierminister Fumio Kishida sprach in einer Rede in Singapur davon, dass er befürchtet, dass es auch in Ostasien zu einem Krieg kommen könnte und betonte noch einmal, Japans Verteidigungsausgaben deutlich erhöhen zu wollen.

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Kishida hielt seine Rede am 10. Juni zur Eröffnung des Asien-Sicherheitsgipfels (Shangri-La-Dialog), der vom britischen International Institute for Strategic Studies organisiert wurde. Shinzo Abe war 2014 der letzte japanische Premierminister, der an der Konferenz teilnahm.

Japans Premierminister sieht Welt an einem Scheideweg

Obwohl der japanische Premierminister in seiner Rede nicht direkt Russland oder China erwähnte, sprach er die russische Invasion der Ukraine und Chinas militärischen Vorstöße im ost- und südchinesischen Meers an.

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Das nordkoreanische Atomwaffenprogramm und die Raketenstarts in der letzten Zeit nannte Kishida eine klare und ernsthafte Bedrohung für die internationale Gemeinschaft.

Für Kishida steht die Welt an einem Scheideweg und müsse sich entscheiden, ob sie eine auf Regeln basierende internationale Ordnung schützten oder zu einer Welt des Überlebens des Stärkeren zurückkehren will.

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Zudem erläuterte der japanische Premierminister seine Vision für den Frieden, die aus fünf Pfeilern besteht: Aufrechterhaltung und Stärkung einer freien und offenen internationalen Ordnung, die auf Regeln beruht; Stärkung der nationalen Sicherheit; Hinarbeiten auf eine Welt ohne Atomwaffen; Stärkung der Funktionsweise der Vereinten Nationen; und Stärkung der internationalen Zusammenarbeit in Bereichen wie der wirtschaftlichen Sicherheit.

Krieg ist auch in Ostasien nicht unwahrscheinlich

Kishida sagte, Japan werde seine Beziehungen zur ASEAN verstärken, um zur Schaffung einer freien und offenen indopazifischen Region beizutragen, und nannte dies ein wichtiges Ziel der japanischen Diplomatie. Er fügte hinzu, dass er bis zum Frühjahr 2023 einen Plan vorlegen werde, von dem er hoffe, dass er konkrete Angaben zur Erreichung dieses Ziels enthalten werde.

Außerdem sagte er den Ländern im indopazifischen Raum über einen Zeitraum von drei Jahren rund 269 Milliarden Yen (ca. 1,9 Milliarden Euro) zur Stärkung ihrer Küstenwache zu.

Zudem sagte Kishida, er befürchtet, dass ein ähnliches Szenario wie das, welches Europa momentan mit der Invasion der Ukraine erlebt, auch in Ostasien nicht unwahrscheinlich ist.

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