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HomeNachrichten aus JapanPolitikJapans Premierminister bekräftigt den Plan, das Land klimaneutral zu machen

26 Prozent weniger Emissionen bis 2030

Japans Premierminister bekräftigt den Plan, das Land klimaneutral zu machen

Japans Premierminister Yoshihide Suga bekräftigte bei einem Online-Klimagipfel mit anderen Ländern zum fünften Jahrestag des Pariser Klimaabkommens, dass Japan Fortschritte macht auf dem Weg zu seinem Ziel, bis 2030 die Treibhausgasemissionen des Landes zu reduzieren. So soll das Ziel, Japan bis 2050 klimaneutral zu machen, erreicht werden.

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Auf dem Gipfel unter dem gemeinsamen Vorsitz der Vereinten Nationen, Großbritanniens und Frankreich sagte Suga, Japan werde in diesem Jahr etwa 11,8 Milliarden Dollar an öffentlichen und privaten Mitteln zur Finanzierung bereitstellen, um die globale Dekarbonisierung zu unterstützen und bis zu 3 Milliarden Dollar in den Green Climate Fund einzahlen, um den Entwicklungsländern bei der Reduzierung ihrer Treibhausgasemissionen zu helfen.

Premierminister will Japan in einer führenden Position im Kampf gegen den Klimawandel

„Was Japans Anstrengungen auf dem Weg zum Jahr 2030 betrifft, so werden wir die Diskussionen auf der Grundlage unseres neuen Ziels fortführen und wir streben an, sie den Vereinten Nationen bis zur COP26 vorzulegen“, so Suga in einer vorab aufgezeichneten Videobotschaft. „Japan ist entschlossen, die Bemühungen um die Verwirklichung der dekarbonisierten Welt, die das Pariser Abkommen anstrebt, in Zusammenarbeit mit anderen Ländern anzuführen.“

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Die Ankündigung hat zu wachsenden Forderungen nach einer Anhebung des fiskalischen Emissionssenkungsziels bis 2030 geführt, um das längerfristige Ziel zu erreichen, das den Plänen anderer Volkswirtschaften einschließlich der Europäischen Union und Großbritanniens entspricht.

Im Rahmen des Pariser Abkommens strebt Japan an, die Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2030 im Vergleich zum Jahr 2013 um 26 Prozent zu senken.

Erreichen des Ziels wird nicht einfach

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Das japanische Umweltministerium sagte am vergangenen Dienstag, dass Japan im Fiskaljahr 2019 1.213 Millionen Tonnen Kohlendioxid ausgestoßen habe und damit den niedrigsten Stand seit 1990 erreicht habe.

Das Ministerium sagte aber auch, dass Japan sein längerfristiges Ziel, die Emissionen bis 2050 auf null zu senken, nicht erreichen könne, wenn nicht alle möglichen Maßnahmen ergriffen werden.

Suga hat zugesagt, einen Fonds von 2 Billionen Yen für Firmen einzurichten, die grüne Technologien entwickeln, als Teil der Bemühungen, bis 2050 Klimaneutralität zu erreichen und das Wirtschaftswachstum anzukurbeln.

Er forderte auch den Einsatz von Solarzellen der nächsten Generation, Kohlenstoff-Recycling und Wasserstoff, um das Ziel zu erreichen, und sagte, dass die Bekämpfung des Klimawandels kein Hindernis mehr für das Wirtschaftswachstum darstelle.

Bei dem Gipfel kündigten auch weitere Staaten Maßnahmen zum Klimaschutz an, darunter Deutschland.

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