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Umfangreiche Maßnahmen gefodert

Japans Premierminister ernennt Minister für Einsamkeit

Japans Premierminister hat am 12. Februar Testushi Sakamoto zum Staatsminister für die Koordinierung von Maßnahmen zur Unterstützung von Menschen, die wegen der Pandemie an Einsamkeit leiden, ernannt.

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Damit folgt Japan dem Beispiel von Großbritannien, wo Theresa May 2018 den weltweit ersten Minister für die Bekämpfung von Einsamkeit ernannt hatte.

Minister soll umfassende Maßnahmen gegen Einsamkeit ergreifen

Sakamoto ist bereits Minister für die regionale Wiederbelebung, zuständig für die Koordination der Maßnahmen, um die Wirtschaft des Landes wieder aufzubauen.

Japan hatte bereits Minister ernannt, die sich mit Themen wie z.B. Hikimotori und einsame Tode, die immer weiter ansteigen, befassen.

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Suga forderte Sakamoto auf, umfassende Maßnahmen auf den Weg zu bringen, die über die Zuständigkeit der Ministerien hinausgehen, da die Selbstmorde in Japan durch die Pandemie deutlich angestiegen sind, insbesondere unter Frauen.

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Auf einer anschließenden Pressekonferenz sagte Sakamoto, dass die gesellschaftlichen Bindungen im Allgemeinen schwächer geworden sind.

Er verwies auf bereits bestehende Maßnahmen zur Reduzierung der Selbstmordrate und nannte Programme zur Betreuung allein lebender Senioren und zur Bekämpfung von Kinderarmut. Er sagte jedoch, dass er sich dafür einsetzen werde, dass diejenigen, die staatliche Hilfe benötigen, angemessene Hilfe erhalten.

Noch im Februar soll ein Forum stattfinden, bei denen sich der neue Minister mit privaten Organisationen beraten möchte, dabei soll auch ein Aktionsplan festgelegt werden.

Japans Premierminister sah Sozialminister in der Verantwortung

Mehrere Politiker der regierenden Liberaldemokratischen Partei bildeten im Januar eine Studiengruppe, die sich mit diesem Thema befasste.

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Der Abgeordnete Takako Suzuki sagte während der Sitzung des Haushaltsausschusses des Unterhauses am 4. Februar: „Wir müssen Wege finden, um die Zahl der Menschen zu reduzieren, die unter Einsamkeit leiden, die sie nie wollten. Wir brauchen einen Ansatz, der an der Basis ansetzt.“

Suga sagte damals, dass Norihisa Tamura, der Sozialminister, zuständig sei, aber Tamura selbst antwortete, dass er sich nicht daran erinnere, dass ihm diese Aufgabe übertragen wurde.

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